Ein Wunsch nach Bern

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Im Mittelalter war es dem Hofnarren vorenthalten, die Obrigkeit zu kritisieren. Auch heute noch wird eher akzeptiert, wenn Elsener im Update den Spiegel den Politikern hinhält.

Wir müssen doch neidlos zugeben, dass die kleine Greta brillant vortragen kann im Vergleich zu Moritz Leuenberger oder Schneider-Ammann.

Ist es nicht so, dass Medizin den Kranken helfen kann, den Gesunden jedoch schadet? Anstatt in den Medien über die Zauberformel diskutieren, sollten die Medien darauf hinwirken, dass die Zauberformel auf das Schattenkabinett angewendet wird.

Ich meine damit die Influenzer, Einflüsterer oder Lobbyisten (oder wie auch die Bezeichnung lautet), welche ein Ticket und Zutritt ins Bundeshaus erhalten als Berater (welche nicht das Volk abbilden, sondern die Mafia).

Ich staune immer, wie verbissen das E-Auto als Ersatz für die Stink-Autos gepriesen wird. Die echte Lösung wären nämlich E-Bikes überall dort, wo kurze Distanzen und kleine Gewichte zu bewältigen sind. Dafür müsste aber den E-Bikes endlich die gleiche Strassenbreite zugestanden werden. Ein besonders schockierendes Beispiel vor Monaten war ein Leserbrief betreffend Oswaldsgasse, wo die Velofahrer als Gefahr bezeichnet werden für die Fussgänger, anstatt die monströsen Autos welche dort nur erlaubt sein sollten für schwere Lasten. Der Begriff Fahrzeug wird immer mehr strapaziert.

Am Morgen früh (von der Brücke bei der alten Lorze aus beobachtet) sieht man nur Stehzeuge. Mein Wunsch nach Berndeshalb: Wendet endlich die Zauberformel bei den Lobbyisten an, damit nicht wieder eine peinliche Panne passiert wie mit Schneider-Ammann.

Tony Stocklin, Steinhausen