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Ein YouTuber kommt selten allein

Wie mache ich meinen Kanal bekannt? YouTuber erhielten am Workshop «How to youtube» in Zug Tricks für mehr Klicks – von anderen YouTubern.
Daniela Sattler
Leiteten den Workshop: Die Youtuber Gian Maria Finger (rechts) und Noah Hartmann. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 3. November 2018))

Leiteten den Workshop: Die Youtuber Gian Maria Finger (rechts) und Noah Hartmann. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 3. November 2018))

Zwölf wissensbegierige Jung-YouTuber haben sich an diesem Samstagmorgen in der Altstadthalle Zug zum Workshop «How to YouTube» eingefunden. Einige von ihnen fragen sich schon längst nicht mehr, ob es sinnvoll ist, einen eigenen YouTube-Kanal zu erstellen, sondern eher, wie man diesen am effektivsten bewirbt. Andere stehen noch ziemlich am Anfang ihrer YouTube-Karriere.

So etwa Aline Piller. Sie ist vom Kanton Freiburg angereist. «Ich möchte hier herausfinden, wie das auf YouTube so läuft», erklärt die 14-jährige Schülerin. Sie würde sich hobbymässig gerne als Youtuber beschäftigen. Über ihre Themen sei sie sich schon im Klaren, habe bereits Texte verfasst. Kürzlich einen über Nächstenliebe, den sie einem Video hinzufügen möchte.

Das «Internet-ICH» 
präsentieren

Wie alle übrigen Teilnehmer notiert Aline sich während der folgenden zwei Stunden eifrig die Tipps der Workshop-Leiter. Da ein YouTuber bekanntlich nie alleine kommt, wird der Anlass nämlich auch von zwei Schweizer YouTubern geführt. Gian Maria Finger und Noah Hartmann richten den Fokus unter anderem auf die Thumbnails, die verkleinerte Version eines Bildes, die etwa dann eingeblendet wird, wenn die Ladezeit verkürzt werden soll. «Perfekte Thumbnails wirken sich auf das Klick-Verhalten aus», sind sich Hartmann und Finger einig. Sie sollten den Videoinhalt korrekt darstellen, das Interesse des Zuschauers erregen und Lust machen, das Video anzuschauen.

«Was ihr auf YouTube darstellt, präsentiert euer Internet-Ich», sagt Hartmann. Daher erklären die beiden Workshop-Leiter den Teilnehmern nicht nur, welche Farben, Formen und Texte sich für das Thumbnail besonders gut eignen. Die ominösen Algorithmen sowie Titel und Schlagwörter werden von ihnen ebenfalls unter die Lupe genommen. Der soziale Aspekt, ein für YouTuber weiterer wichtiger Faktor, wird im Themenblock Community-Pflege besprochen.

Auch bisher kaum, 
was verdient

Noah Hartmann (18) informiert seine Community auf dem Kanal «leicht aufgewärmt» regelmässig über verschiedene Themen. So auch über die neuen YouTube-Richtlinien. Am 20. Februar wurden die Anspruchsvoraussetzungen für die Monetarisierung nämlich geändert. Neu muss man in seinem Kanal mindestens 1000 Abonnenten besitzen und in den letzten zwölf Monaten eine Wiedergabezeit von mindestens 4000 Stunden erreicht haben, um mit seinen YouTube-Videos Geld verdienen zu können. «1000 Abonnenten ist nicht wenig, aber machbar», meint Hartmann gegenüber unserer Zeitung. Die 4000 Stunden Wiedergabezeit finde er schon etwas anspruchsvoller, zumindest wenn man kein Vollzeit-YouTuber sei.

Dass man mit von YouTube zugeschalteter Werbung auch bis anhin nicht unbedingt viel verdiente, bestätigt der 18-jährige Gian Maria Finger, der selbstständig im Bereich Video-Produktion arbeitet. Letztes Jahr wurde er für den Film «Ein Fehler zu viel» gleich mit drei Preisen ausgezeichnet. Beim Wettbewerb einer Datenschutzfirma erzielte er mit seinem Cybermobbing-Drama den ersten Preis, an den Zuger Filmtagen den Nachwuchspreis die «Goldene Kirsche» und beim Jugendprojektwettbewerb zwischen der Ostschweiz, Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein wurde er mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

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