Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Eindrücke in der FMS in Zug künstlerisch verarbeitet

Schüler der 3. Klassen der Fachmittelschule Zug (FMS) haben während einer Woche Erfahrungen in einer ihr ungewohnten Arbeitswelt gesammelt. Gestern Freitag präsentierten sie ihre beeindruckenden Arbeiten im Rahmen der Vernissage «Seitenwechsel».
Nils Rogenmoser

Normalerweise sitzen sie an der FMS Zug im Klassenzimmer, hören den Lehrern zu und schreiben Prüfungen. Die letzten paar Wochen standen für sie aber im Zeichen einer ganz speziellen Herausforderung.

Die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen der FMS Zug haben sich nämlich an einem künstlerischen Projekt versucht und dieses pünktlich zur gestrigen Vernissage fertiggestellt. In der geräumigen Shedhalle erhalten die Objekte besondere Geltung – verschiedenste Materialien und Formen entfalten ihre Wirkung.

Einwöchiges Praktikum

Die künstlerischen Arbeiten basieren auf Erfahrungen, die die Schüler während eines einwöchigen Praktikums gesammelt haben. In einem unvertrauten Arbeitsklima sollten neue und unvergessliche Erfahrungen gesammelt, – ein «Seitenwechsel» gewagt werden. Der «Seitenwechsel» ist bereits seit 20 Jahren Programm an der FMS Zug. Der Weg von den rohen Erfahrungen zum fertigen Projekt sei ein spannender Prozess, der effiziente Zusammenarbeit voraussetze, wie Roland Schmidt, Lehrer für Bildnerisches Gestalten an der FMS und Videokünstler, betont: «Zu fünft haben wir heuer 60 Arbeiten betreut, wobei eine gute Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer unabdingbar ist. Durch gezielte Arbeitsteilung und unsere Erfahrung versuchen wir, jedem Schüler gerecht zu werden.» Das Projekt stelle eine Chance dar, sich kreativ auszuleben, schliesse aber das eine oder andere Frusterlebnis nicht aus, sagt Schmidt weiter: «Für die Schüler ist es nicht leicht, mit der Zeitdrucksituation umzugehen, da man seine Arbeit mit Stolz Freunden und Familie zeigen will.» Dies sei absolut gelungen – sämtliche Arbeiten seien sowohl speziell als auch hochwertig, sagt Schmidt.

Ein überdimensionales Migros-Körbchen

Die 18-jährige Stephanie Necas steht stolz vor ihrem künstlerischen Objekt. Das überdimensional grosse Migros-Körbchen ist in seiner unverkennbaren orangen Farbe angemalt und mit dem typischen «M» versehen. Sie erklärt die Idee dahinter: «Zum Migros-Praktikum bin ich gekommen, da ich gerne einmal in die Detailhandel-Welt hineinsehen wollte. Die Zeit dort war spannend und intensiv – so ist mir klar geworden, dass hinter einem gewöhnlichen Einkauf eine riesen Organisation steckt.» So habe sie einfache Sachen schätzen gelernt.

Im Migros-Körbchen wird auf einem Bildschirm ein Film abgespielt und Necas Praktikum-Erfahrungen dokumentiert: «Die Aufnahmen habe ich mit meinem Smartphone gefilmt. Im Film lasse ich bewusst die Bilder und die Musik für sich sprechen.» Dass die Musik gegen Ende immer hektischer und lauter werde, symbolisiere auch in gewissem Masse ihr Praktikum, meint Necas mit einem Schmunzeln.

Langsam füllt sich die Shedhalle – und die Arbeiten werden die Aufmerksamkeit geschenkt bekommen, die ihnen tatsächlich gebührt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.