Eine Ausstellung mit Nostalgiecharakter in Menzingen

Die Fotoausstellung im Spritzenhüsli Menzingen ist eine Zeitreise vom Einst ins Heute.

Hansruedi Hürlimann
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Im Spritzenhüsli Menzingen können alte Fotografien des Dorfs auch mit neueren verglichen werden. Bild: Maria Schmid, 16. September 2019)

Im Spritzenhüsli Menzingen können alte Fotografien des Dorfs auch mit neueren verglichen werden. Bild: Maria Schmid, 16. September 2019)

Das Spritzenhüsli an der Neudorfstrasse ist als ehemaliges Feuerwehrgebäude selbst ein Zeitzeuge und daher bestens geeignet für diese Ausstellung. Wie von Gemeinderätin Barbara Beck-Iselin bei der Begrüssung zu erfahren war, kam ihr die Idee, als sie vom Fotomaterial hörte, das Karl Bumbacher seit Jahren archivierte. Es sind gegen 50 Fotos der unterschiedlichsten Gebäude im Dorf, die deren Veränderungen oder Ersatz aus unterschiedlichen Blickwinkeln festhalten. So zum Beispiel, das ehemalige Pfarrhaus, das einem Neubau Platz machte.

Total verändert im Vergleich mit einer Aufnahme aus dem Jahre 1992 erscheint die Hauptstrasse mit dem damaligen Gasthaus Ochsen. Andere Objekte, wie das Restaurant Löwen, erscheinen noch heute als die ewig Jungen. Wiederholt zu erkennen, ist auch der Klosterkomplex mit der markanten Kuppel, die kürzlich umfassend renoviert wurde und nun in neuem Glanz erstrahlt.

Die Digitalisierung ermöglicht viel

Die Ausstellung wurde von der Kommission «mänzigeHell» organisiert und basiert auf insgesamt 120 Aufnahmen, die Karl Bumbacher zur Verfügung stellte. Als ehemaliger Gärtnermeister, der im Dorf verwurzelt ist, hat er seit Jahren die Veränderungen in der Bausubstanz fotografisch festgehalten. Für die Gegenüberstellung von Einst und Heute wurde er durch einen Kollegen inspiriert, der in Griechenland von dieser Art der Spurensuche angetan war, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Die Digitalisierung, so seine Erfahrung, erleichtere die Vergrösserung der Bilder. Das gilt auch für die Exponate im Untergeschoss, wo Fotos und Dokumente von Ernesto Benz und Kilian Staub als eigentliche Raritäten besichtigt werden können. Mit einer kurzen Rede eröffnete Barbara Beck-Iselin die Ausstellung und begrüsste die zahlreichen Besucher. Sie dankte den genannten Fotografen dafür, dass sie ihre Aufnahmen zur Verfügung stellten. Die Ausstellung ermögliche einen Blick zurück mit dem «Weischnu-Effekt», vor allem denjenigen, die im Dorf aufgewachsen seien.

Spezielle Öffnungszeiten sind möglich

Und von diesen kamen einige sogar von auswärts an die Vernissage, wie Marlis Scherer und Damian Weber. Sie benutzten die Ausstellung, um auch Bekannte zu treffen und sich auszutauschen, wie sie sagten. Wie an der Eröffnung zu erfahren war, wird die Ausstellung für Gruppen, wie beispielsweise für ein Klassentreffen, auch ausserhalb der Öffnungszeiten zugänglich gemacht. Zuständig dafür ist die Gemeindeverwaltung. Die Finissage findet am Samstag, 28.  September um 10.30 Uhr statt. Dazwischen ist die Ausstellung an drei Tagen, nämlich am Donnerstag, 19., Samstag, 21. und Donnerstag 26. September geöffnet. Die Öffnungszeiten findet man auf der Website der Gemeinde, www.menzingen.ch.

Hinweis
Öffnungszeiten der Ausstellung: Donnerstag, 19. September, 18 bis 19.30 Uhr; Samstag, 21. September, 10.30 bis 12 Uhr; Donnerstag, 26. September, 18 bis 19.30 Uhr; Samstag, 28. September, 10.30 bis 12 Uhr, Finissage.