Eine Brücke entsteht in Minutenschnelle

In unserer Serie beleuchten wir anhand von Ausstellungsstücken im Zuger Depot für Technikgeschichte den technischen Fortschritt. Teil 4: Brückenpanzer der Schweizer Armee einst und jetzt.

Raphael Biermayr
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Die Brückenpanzer dienen in erster Linie dazu, Gräben und Gewässer für Panzerverbände geschützt und aus der Bewegung heraus zu überbrücken. Im Zuger Depot Technikgeschichte in Neuheim ist ein altes Modell der Armee zu sehen: Der Brückenpanzer 68/88 gehört seit dem Jahr 2012 zum Inventar der Militärhistorischen Stiftung des Kantons Zug. Ursprünglich für die Katastrophenhilfe im Kanton gedacht, ist er heute Zeuge schweizerischer Industriegeschichte. Er ist mit seiner einteiligen Brücke 20 Meter lang, sodass das Zeughaus in Neuheim mit einer drei Meter tiefen Bucht in den Berg hinein vergrössert werden musste.

Brückenpanzer Leopard 2 Leguan wird momentan beschafft

Das gegenwärtig in Beschaffung befindliche Nachfolgesystem der Schweizer Armee besteht aus dem 1500 PS starken Brückenpanzer Leopard 2 Leguan mit einer zweiteiligen übereinandergeschobenen Brücke von 26 Metern oder zwei kürzeren einteiligen Brücken von 14 Metern Länge. Während das Vorgängermodell 68/88 mit drei Mann besetzt war, ist für das neue Modell eine Zwei-Mann-Besatzung ausreichend.