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Eine Finanzspritze für die Zuger Familienhilfe

Der Verein unterstützt Menschen ambulant, die überlastet sind oder sich in einer schwierigen Lebenslage befinden. Dafür legt der Stadtrat dem Parlament nun einen wiederkehrenden Beitrag vor.
Laura Sibold

Seit über zehn Jahren erhält der Verein Familienhilfe Kanton Zug jährlich von der Stadt eine Defizitgarantie in der Höhe von 80 000 Franken. Am 3. Mai dieses Jahres gelangte der Verein mittels Gesuch wieder an die Stadt Zug und wünschte die Verlängerung der Defizitgarantie für die Jahre 2020 bis 2023. «Der Stadtrat von Zug unterstützt die Weiterführung der Defizitgarantie zugunsten der Familienhilfe Kanton Zug», heisst es im Bericht und Antrag, der seit Juni vorliegt. Daher beantragt der Stadtrat dem Parlament, eine maximale jährliche Defizitgarantie von 80 000 Franken für die Jahre 2020 bis 2023 zu bewilligen. «Unbestritten leisten der Verein und seine Mitarbeiter wertvolle Hilfe für Personen, die sich in einer schwierigen Situation oder Notlage befinden und ermöglichen diesen spürbare Entlastung», begründet der Stadtrat seine Unterstützung für den Verein Familienhilfe.

Knapp die Hälfte der Einsätze in der Stadt Zug

Der Verein ermögliche es mit seinen sozial abgestuften Tarifen auch Menschen, die kaum versichert sind oder über ein geringes Einkommen verfügen, Dienstleistungen der Familienhilfe in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen der maximalen Defizitgarantie von 80 000 Franken bewegte sich der finanzielle Aufwand der Familienhilfe für die Stadt in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 72 000 und 80 000 Franken, lediglich in den Rechnungsjahren 2008 bis 2010 war der Betrag tiefer. Im Mai 2016 beantragte der Stadtrat dem Parlament, den Defizitbetrag auf 60 000 Franken zu senken. Er begründete dies damit, dass nur 37 Prozent der Einsätze für Stadtzuger erbracht werden. Die Geschäftsprüfungskommission sprach sich jedoch erfolgreich gegen die Kürzung aus, unter anderem weil die finanziellen Herausforderungen für den Verein weiter steigen würden. In den vergangenen beiden Jahren sind 52 Prozent der Einsätze (2017) respektive 45 Prozent (2018) für die Bevölkerung der Stadt Zug erbracht worden. «Erfreulicherweise erreichen die Beiträge im 2018 der übrigen Einwohnergemeinden zusammen mit dem Beitrag der Einwohnergemeinde Baar 80425 Franken und damit etwas mehr als der Beitrag der Stadt Zug», schreibt der Stadtrat.

Die Familienhilfe Kanton Zug ist als gemeinnütziger Verein aufgestellt und wurde 1954 gegründet. Seither setzt sich der Verein für Familien und Einzelpersonen im Kanton und insbesondere in der Stadt Zug ein, die überlastet und erschöpft sind oder sich in einer schwierigen Lebenslage befinden. Unterstützt werden unter anderem Familien während der Schwangerschaft oder nach der Geburt, Angehörige von geistig oder körperlich eingeschränkten Personen sowie psychisch Erkrankte und deren Angehörige. Die Einsätze der Familienhilfe seien eine wertvolle Ergänzung anderer Formen der ambulanten Betreuung, ist der Stadtrat überzeugt. Der wiederkehrende Beitrag über 80 000 Franken wird dem Stadtparlament voraussichtlich im September vorgelegt.

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