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Eine Firma investiert, die Bevölkerung redet mit

Bei der Fensterfabrik G. Baumgartner in Hagendorn steht ein Ausbau an. Dafür müssen Bebauungs- und Zonenplan angepasst werden. Die Bevölkerung kann sich das Projekt nun anschauen – und bei Interesse mitwirken.
Carmen Rogenmoser
So soll der Gebäudekomplex aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll der Gebäudekomplex aussehen. (Visualisierung: PD)

«Gottfried Baumgartner» heisst das Erweiterung- und Umbauprojekt der Fensterfabrik G. Baumgartner AG in Hagendorn. Damit wird dem Gründer des Familienunternehmens gehuldigt. Dieser hat in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts am gleichen Standort mit einer Schreinerei den Grundstein gelegt. Nun geht der Blick aber in die Zukunft: Der Betrieb an der Flurstrasse in Hagendorn, der seit Mitte der 1980er-Jahre Holz-Metall-Fenster produziert, soll erweitert und modernisiert werden.

Die Bauherrschaft Baumgartner gehört gemäss eigener Einschätzung zu den modernsten Fensterfabriken Europas. Die geplanten Erneuerungen seien notwendig. «Der Bedarf nach grösseren Fensterflächen erfordert dickere Fensterrahmen. Neue Beschlagssysteme und der Trend hin zu Vakuumfenstern stellen wichtige Innovationsschritte dar», erklärt Erich Staub, Abteilungsleiter Planung und Hochbau der Gemeinde Cham. Die Gemeinde ist in das Projekt insofern involviert, als dass mit dem Ausbauprojekt eine Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplans Allmend Hagendorn sowie eine Anpassung des Zonenplans auf Gemeindeebene einhergeht. Deshalb hat auch die Bevölkerung die Möglichkeit, mitzubestimmen. Die entsprechende Urnenabstimmung findet voraussichtlich im Frühjahr 2020 statt.

Als Nächstes steht eine Mitwirkung an. Die Bevölkerung könne zum vorliegenden Planungsstand Eingaben machen, so Staub. Das Projekt wird von Montag, 21. Januar, ab 13.30 Uhr bis Freitag, 8. Februar, 12 Uhr im Mandelhof ausgestellt. Schriftliche Stellungnahmen zum Projekt nimmt die Abteilung Planung und Hochbau, Dorfplatz 6, Postfach 265 entgegen, heisst es in einer Mitteilung. Zudem gibt es einen Infoanlass (siehe Hinweis).

Ein neuer Fussweg

Das Projekt sieht eine zusätzliche Produktions- und Logistikfläche vor. Diese soll unter anderem dadurch geschaffen werden, dass tiefer in den Boden gebaut wird. Das Untergeschoss wird für die Produktion, das Lager und die Parkierung genutzt werden. Zudem soll die Fabrik nach Norden erweitert werden. Im Osten, entlang der Flurstrasse, wird sie erweitert. Der Grünbereich zwischen dem Betriebsgebäude und dem Zonenrand bleibe erhalten, wie Erich Staub erklärt. Zudem wird entlang der Frauentalstrasse ein neuer separater Fussweg erstellt. An der Einmündung zur Flurstrasse ist eine Überquerungsmöglichkeit eingeplant. Die Grünflächen werden ökologisch hochwertig gestaltet. «Das Grundstück neben dem Lorzenparadies wird durch die Firma Baumgartner erworben und der Einwohnergemeinde Cham zur Verfügung gestellt. Vorgesehen ist eine Schenkung», ergänzt Staub. Die Bauarbeiten sind in Etappen geplant. Zum Investitionsvolumen will die Baumgartner AG nichts sagen. Die 300 Arbeitsplätze können durch den Ausbau erhalten bleiben.

Infoveranstaltung «Bebauungsplanänderung Fensterfabrik Baumgartner» am 29. Januar um 19 Uhr im Lorzensaal Cham. Die Ausstellung ist ab 18 Uhr geöffnet.

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