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Die Hünenbergerin Alexandra Stucki will in der Leichtathletik hoch hinaus

Alexandra Stucki (15) kann bereits auf einige Erfolge zurückblicken. In ihrer Paradedisziplin, dem Stabhochsprung, wurde sie an der Schweizer Meisterschaft 2018 Dritte in ihrer Alterskategorie. Sie verfolgt aber nicht nur sportliche Ziele.
Nadine Wyss
Alexandra Stucki von der Hochwacht Zug hofft auf einen Platz am künftigen OYM College in Cham. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 10. April 2019))

Alexandra Stucki von der Hochwacht Zug hofft auf einen Platz am künftigen OYM College in Cham. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 10. April 2019))

Schon als kleines Kind war Alexandra Stucki zügig unterwegs. Dies blieb nicht unbemerkt. «Alexandra hat so schnelle Beine», bekamen die Eltern immer wieder zu hören. «Sie war schon als kleines Kind sehr aktiv und auch ehrgeizig», erinnert sich ihre Mutter Jacqueline Stucki. So lag der Eintritt in den Leichtathletikverein nah.

Heute sind nicht nur Schule und Hausaufgaben unter einen Hut zu bringen, sondern auch vier bis fünf Mal Training pro Woche – plus die Wettkämpfe am Wochenende. Neben zwei Leichtathletik-Grundlagentrainings absolviert die Athletin auch Stabhochsprung- und gelegentlich Sprinttrainings und besucht ausserdem einmal pro Woche die Kletterhalle. «Das Klettern macht mir richtig Spass», sagt sie.

Angefangen hat alles mit einem Schnuppertraining bei der Hochwacht Zug, seither ist sie dort Mitglied. «Alexandra ist vielseitig veranlagt», erklärt die Mutter, die im Verein als Nachwuchs-Coach und Vorstandsmitglied tätig ist. Auf ihre Lieblingsdisziplin angesprochen, antwortet Alexandra: «den Stabhochsprung». Ihre Leidenschaft dafür beschreibt sie so:

«In die Höhe katapultiert zu werden, fühlt sich an wie fliegen. Es ist so ein schönes Gefühl, je höher ich komme, umso länger bin ich in der Luft und kann es geniessen.»

Mit einer Sprunghöhe von 3,30 Metern zählt sie in der Schweiz zu den Besten ihrer Alterskategorie und ist im Besitz der begehrten Swiss Olympic Talent Card.

Spitzensport und Ausbildung

Der Sport soll auch in Zukunft im Leben der Schülerin eine bedeutende Rolle spielen. Voraussichtlich wird sie nach Beendigung der dritten Sekundarklasse ans OYM College, das gegenwärtig in Cham entsteht, wechseln. Dort würde sie eine vierjährige kaufmännische Ausbildung absolvieren. Mit der Swiss Olympic Regionalkarte in der Tasche, stehen laut der Mutter die Chancen für eine Aufnahme an dieser Schule gut. Alexandra Stucki antwortet auf die Frage nach ihren beruflichen Zielen: «Ich könnte mir vorstellen, später Ergo- oder Sport-Physiotherapeutin zu werden, oder etwas mit Tieren zu machen.»

Auch in sportlicher Hinsicht hat sich die Jugendliche, die ihre braunen Locken gerne durch Zöpfe bändigt, einiges vorgenommen: «Dieses Jahr möchte ich nochmals beim Final des UBS-Kids-Cups dabei sein, das achte Jahr in Folge.» Die dafür qualifizierten Kinder dürfen zwei Tage nach dem grossen Leichtathletikmeeting im Letzigrund in Zürich ebenfalls Weltklasse-Atmosphäre schnuppern. Wer es dorthin schafft, gehöre zu den besten Nachwuchsleichtathleten des Landes, heisst es. So passt es denn auch, dass die Hünenbergerin, die immer mit Elan an eine Sache geht, sich folgendes Ziel gesetzt hat: «Ich möchte an der Schweizer Nachwuchsmeisterschaft erneut eine Medaille holen.» Im vergangenen Jahr wurde sie Dritte im Stabhochsprung. Darüber hinaus liebäugelt sie mit einer Teilnahme an der U18-Europameisterschaft.

Neben der sportlichen Karriere gibt es jedoch auch noch ein privates Herzensprojekt. Alexandra Stucki möchte mit Hilfe von Sponsorengeldern einen Brunnen in Afrika bauen. Die Schülerin hat es geschafft, eine beachtliche Geldsumme zusammenzutragen, unter anderem mittels zweier Sponsorenläufe.

«Zu wenig Sportplätze und Trainer»

Demnächst beginnt die Wettkampfsaison. Auf das Wiedersehen mit ihren Konkurrentinnen freut sie sich. Von Missgunst und Neid hält sie nicht viel, im Gegenteil: «Ich freue mich auch für die anderen.» An motivierten Nachwuchssportlern fehlt es der Leichtathletik nicht. Im Gegenteil, diese Sportart wird immer beliebter, der Zulauf in Zug sei gross. «Derzeit haben die Vereine einen Aufnahmestopp. Wir haben zu wenig Sportplätze und Hallen, und auch an Trainern mangelt es», erklärt Jacqueline Stucki. Interessierte können sich jedoch auf eine Warteliste setzen lassen.

Alexandra Stuckis Karriereverlauf ist bislang meist nach oben verlaufen. An der Schweizer Hallenmeisterschaft im Februar lief es ihr allerdings nicht rund – drei Nullen bei den Sprüngen waren die Folge. Die Sportlerin hatte mit sich selbst zu kämpfen. Stabhochsprung gilt als technisch komplex und ist nicht ohne Risiko, weshalb diese Disziplin dem mentalen Bereich besonders viel abverlangt. Alexandra Stucki sieht es positiv und habe sich seither im Training technisch verbessern können.

Am 4. Mai am Heim-Meeting

Die Freiluftsaison hat erst gerade begonnen. Am vergangenen Samstag war sie am Eröffnungsmeeting in Cham in den Disziplinen 80-Meter-Sprint, Kugelstossen und Speerwurf aktiv und ganz zufrieden mit den Resultaten. Am kommenden Samstag folgt der nächste Wettkampf in Zug, wo Stucki ebenfalls auf ihre Lieblingsdisziplin verzichten muss: Ihre Stäbe befinden sich derzeit nicht vor Ort. Umso grösser wird ihre Motivation sein, wenn es an künftigen Wettkämpfen wieder heisst: treffen, biegen und fliegen.

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