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Eine nur durchschnittliche Saison für die Zuger Bäder

Am letzten Wochenende haben zahlreiche Zuger Badis die Saison abgeschlossen. Die Verantwortlichen ziehen Bilanz.
Riccardo Cicchetti
Bademeister Roland Keller ist nach der Badesaison mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 16. September 2019)

Bademeister Roland Keller ist nach der Badesaison mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 16. September 2019)

In den letzten Tagen sind die Temperaturen wieder klar über 20 Grad gestiegen und auch in der laufenden Woche ist noch kein Wintereinbruch in Sicht. Der eine oder andere würde sich da vielleicht gerne noch ein letztes Mal im kühlen Nass erfrischen. Doch daraus wird an vielen Orten rund um Zug nichts mehr. Die meisten Badis haben am vergangenen Wochenende ihre Tore geschlossen.

So auch das Strandbad Lido in Unterägeri. Die Pächterin Luzia Henggeler blickt auf eine durchzogene Saison zurück: «Die Saison begann im Mai zwar nicht wirklich sommerlich, doch der Hauptgrund, warum nicht so viele Besucherinnen und Besucher wie in den letzten vier Jahren kamen, war der sehr wechselhafte August.» Insgesamt 50000 Gäste seien gezählt worden, was ein zufriedenstellendes Ergebnis sei. Laut Henggeler sind auch die Algen, welche im Zugersee Anfang Juni ein Thema waren, im Ägerisee kein Problem gewesen. «Es gab nie Algen im Ägerisee. Deshalb sind auch keine Schwäne hier.»

Umgang mit Abfall und Mobiliar ausbaufähig

Etwas, das man von der Badi Rotkreuz nicht ganz behaupten kann. Ende Juni ist ein fünfjähriger Junge fast ertrunken, weil die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt hatten. Nur dank der Courage von zwei Frauen hat der Knabe überlebt. Die Verantwortlichen haben ihre Schlüsse daraus gezogen: «Spielgeräte befinden sich nur noch im Nichtschwimmerbecken, und wir haben klare Spielregeln aufgestellt. Nach diesem Vorfall passen die Eltern auch viel besser auf ihre Kinder auf.» Ein Problem, das aber nach wie vor besteht, sei eine gewisse Gleichgültigkeit der Gäste gegenüber Abfall und Mobiliar. Das müsse man nächste Saison in den Griff bekommen.

Seine erste Saison im Freibad hatte Ramon Nietlispach, der die Buvette in der Badi Siehbach übernommen hat. «Ich blicke zurück auf sehr positive Monate. Es kamen mehr Leute, als wir erwartet hatten.» Zum Glück habe es ab und zu geregnet, sodass er und sein Team sich auch mal erholen konnten. Das Feedback der Besucherinnen und Besucher auf die zahlreichen Neuerungen wie das grössere Food- und Getränkeangebot oder die neuen Sitzplätze war durchwegs zustimmend. Zudem ist es eine der wenigen Badis, die noch geöffnet ist.

Rettungsdrohne als gutes Zusatzmittel

In Hünenberg ist von einem überdurchschnittlichen Jahr mit schlechtem Saisonstart die Rede. In diesem Sommer wurde zum ersten Mal eine Rettungsdrohne für Notfälle bereitgestellt. «In meinen Augen ist die Drohne ein absolut gutes Zusatzmittel. Wir sind aber trotzdem froh, dass sie nie ernsthaft gebraucht wurde», sagt Daniel Schriber, Leiter Sicherheit und Umwelt der Gemeinde Hünenberg, der auch für die Badi verantwortlich ist. Ein Problem, welches man in Hünenberg dieses Jahr sehr stark gehabt habe, sei das viele Seegras. Dies sei aber eine natürliche Erscheinung und könne nicht geändert werden.

«Hätte die Schlange gerne selbst gesehen»

Eine andere, eher ungewöhnliche Erscheinung, ist die 1,5 Meter lange Schlange, die in der Badi Seeliken gesichtet wurde. «Angst hatten die Gäste nicht vor dieser Schlange. Viele hätten sie gerne selber gesehen, so auch ich», sagt Badmeisterin Tina Simeon schmunzelnd. Anders als viele andere Badi-Verantwortliche hat sie das Wetter als Vorteil gesehen. «Durch den Regen, der zwischendurch fiel, war der Wasserstand immer auf einem sehr guten Level. Ich empfand die Saison als sehr erfolgreich», so Simeon. Auch sie ist sehr froh darüber, dass es keine Unfälle gegeben hat.

Im nächsten Jahr will die Badi den Rost auf der linken Seite sanieren. Bis es so weit ist, gehen die Badmeisterinnen und Badmeister mitsamt dem Material in den Winterschlaf.

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