An der Zuger Messe wird das Projekt einer Gas-Pipeline zwischen Russland und Westeuropa vorgestellt

An der Zuger Messe erfahren Besucher mehr über das gewaltige Projekt aus Russland, das «Nord Stream 2» genannt wird.

Hansruedi Hürlimann
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Das Projekt Nord Stream 2 soll Erdgas von Russland zu den europäischen Verbrauchern bringen.(Bild: Maria Schmid, Zug, 24. Oktober 2019 )

Das Projekt Nord Stream 2 soll Erdgas von Russland zu den europäischen Verbrauchern bringen.
(Bild: Maria Schmid, Zug, 24. Oktober 2019 )

Die Sonderschau von Nord Stream 2 ist nicht nur eindrücklich: Sie ist am Eingang zur Halle A1 südlich der Chamerstrasse auch gut positioniert. Mit Hilfe von Multimedia können sich die Besucher auf anschauliche Weise ein Bild machen vom grössten Bauprojekt einer Pipeline in Europa. Zur Erinnerung: Die rund 1230 Kilometer lange Pipeline wird Erdgas von den Rohstoffquellen in Russland direkt zu den europäischen Verbrauchern transportieren. Sie folgt der Route der bestehenden Pipeline Nord Stream durch die Ostsee als effiziente Verbindung von der russischen zur deutschen Küste.

Die zwei neuen Leitungsstränge sollen in Zukunft rund 26 Millionen Haushalte mit Erdgas versorgen. Die Gesellschaft Nord Stream 2 AG ist in Zug domiziliert und beschäftigt über 200 Mitarbeitende. «Unser Projekt ist eine gute Nachricht für Europa», sagt Irina Vasilyeva als Verantwortliche für die Kommunikation. Die Russin, die mit ihrer Familie in Zug wohnt, spricht fliessend Deutsch und ist mit dem Projekt bestens vertraut. Sie ist überzeugt, dass das Erdgas aus Russland «einen langfristigen Beitrag leisten wird für die sichere Energieversorgung in Europa».

Reges Interesse der Besucher

Mit Blick auf die aktuelle Klimadebatte bekomme das Erdgas als klimafreundliche Energie eine zusätzliche Bedeutung. Die Sonderschau stosse auf reges Interesse, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Den meisten Besuchern sei der Name der Firma bekannt, wenn auch nicht näher. Daher der erstmalige Auftritt der Firma an der Zuger Messe. «Wir möchten Transparenz schaffen und stellen uns auch kritischen Fragen», so ihre Überzeugung.

Die Sonderschau wurde eigens für die Zuger Messe konzipiert und realisiert. Dank modernster Technologie können die Besucher in die Projektwelt der Pipeline abtauchen. Videos zeigen, wie die beteiligten Firmen die Rohre herstellen und die technischen Herausforderungen beim Transport und Verlegen meistern. Interaktiv kann man sich über die Energieversorgung und den Erdgasbedarf in Europa informieren.

Mit ihrem Team steht Irina Vasilyeva den Messebesuchern nicht nur Rede und Antwort, sie überreicht ihnen auch eine umfassende Dokumentation für das Studium zu Hause – zusammen mit einem süssen Bhaltis in einer Tragetasche aus Jute.