Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

18 Monate lang Bus statt Zug

Die juristisch endgültig gestützte Verlängerung der Doppelspur auf der Bahnlinie nach Zug sorgt naturgemäss für gemischte Reaktionen. Die Walchwiler Pendler werden wegen des Umstiegs auf den Bus früher aufstehen müssen.

Das Bundesgericht hat nach langem Rechtsstreit grünes Licht für den Doppelspurausbau in Walchwil gegeben (Artikel vom 17. Juli). Der zuständige Zuger Regierungsrat Matthias Michel (FDP) hat gestern auf Reisen davon erfahren, wie er auf Anfrage schreibt. Für den Volkswirtschaftsdirektor sind der Spurausbau und die einhergehende Sanierung der Strecke von Zug bis Arth-Goldau «sehr erfreulich». Er erinnert daran, dass das Vorhaben der SBB «dem Willen des Regierungs- und Kantonsrats» entspricht und im Richtplan verankert ist. «Dort ist auch festgelegt, dass der Güterverkehr auf der Westseite des Zugersees geführt werden soll, womit eine Hauptsorge der Gegner aufgenommen worden ist», schreibt er weiter.

«Doppelspur macht nur für Güterverkehr Sinn»

Diese Sorge treibt den Kantonsrat Philip C. Brunner (SVP) nach wie vor um. Der Zuger hat sich als Kritiker des SBB-Projekts hervorgetan und sei «in ständigem Kontakt» mit der IG Neat Zug gewesen. Jene bekämpfte das Projekt während vierer Jahre bis zuletzt juristisch. Wie die IG geht auch Brunner von einer «potenziellen Gefahr» durch Güterverkehr am Zugersee-Ostufer aus. Seiner Meinung nach «macht die gewählte Variante der Doppelspur nur für den Güterverkehr Sinn, als Ausweichstrecke».

Auch die Zentralschweizer Sektion von Pro Bahn Schweiz – deren Vizepräsident der Zuger alt Kantonsrat Martin Stuber (ALG) ist – hat sich zum Urteil verlauten lassen. Sie weist unter anderem darauf hin, dass während der 18-monatigen Bauzeit die Reisezeit von Luzern nach Bellinzona zehn Minuten länger dauern wird als heute. Dies wegen der längeren Wartezeit in Arth-Goldau.

Schnellbusse von Walchwil nach Zug

Wie geht es nun weiter? Die Bauarbeiten sollen im Juni 2019 beginnen, der Ball dabei liegt bei den Bundesbahnen. Für den Kanton Zug hat dieser Entscheid keine Handlungsfolgen: Er hat seine Verkehrsplanung ohnehin auf den Ausbau der Doppelspur ausgerichtet. Diese betrifft aus Sicht der Walchwiler – neben der Buslinie 21 zum Bahnhof Arth-Goldau – die Buslinie 5 nach Zug. Der Ersatzfahrplan für die eineinhalb Jahre ausfallende S-Bahn ist seit vergangenem Mai als Entwurf im Internet aufgeschaltet. Die Frist zur Stellungnahme dazu endete am 17. Juni. Hans-Kaspar Weber, der Leiter des kantonalen Amts für öffentlichen Verkehr, geht davon aus, dass der definitive Fahrplan «keine wesentlichen Änderungen» enthalten wird.

Für Pendler von Walchwil nach Zug sieht der Fahrplan bestenfalls eine Reisezeit von 17 Minuten von Bahnhof zu Bahnhof vor – vier Minuten länger als mit der schnellsten S-Bahn-Verbindung. Dies dank Schnellbussen, die zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends eingesetzt werden sollen. Der «Bummelbus» benötigt wie heute 20 Minuten. (bier)

Ersatzfahrplan Linie 5.pdf

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.