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Neuheimerin engagiert sich für eine Schule in den Anden

Der Verein «Kinder der Zukunft» engagiert sich für sozial benachteiligte Kinder in Peru. Seit der Gründung hat er sich gut entwickelt, weiss die Präsidentin aus Neuheim.
Vanessa Varisco
Die Schüler lauschen den Ausführungen der Lehrperson in Huancayo. (Bild: PD)

Die Schüler lauschen den Ausführungen der Lehrperson in Huancayo. (Bild: PD)

Das Leben auf 3500 Metern über Meer ist nicht leicht – dünne Luft und kühle Temperaturen machen den Bewohnern dort zu schaffen. Nichtsdestotrotz war die Neuheimerin Simone Gysi-Theiler schon früh fasziniert von Peru. «Schon als Kind wollte ich dort einmal hinreisen», verrät sie. Als sie schliesslich vor einigen Jahren einen Volunteereinsatz in der Andenstadt Huancayo leistete, war sie einerseits fasziniert, andererseits musste sie feststellen, dass gesellschaftliche Missstände herrschen. «Für mich war bald klar, dass ich dagegen etwas unternehmen will», erinnert sie sich. 2008 gründete sie deshalb zusammen mit drei ortsansässigen Primarlehrerinnen den gemeinnützigen Verein «Niños Del Porvenir» mit dem Ziel eine Primarschule für wirtschaftlich und sozial benachteiligte Kinder in Huancayo aufzubauen. Drei Monate später folgte in Neuheim die Gründung des Fördervereins «Kinder der Zukunft», welcher den peruanischen Partnerverein finanziell und ideell unterstützt.

«Die Ausbildung vor Ort übernehmen geschulte Fachpersonen, die sehr zuverlässig arbeiten», präzisiert die Präsidentin Simone Gysi-Theiler. Davon überzeugt sie sich selber: Einmal im Jahr reist sie nach Peru und besucht die Schule. Auf einem dieser Besuche war auch Vizepräsidentin Theres Arnet dabei. Sie zeigt sich begeistert: «Ich war unheimlich beeindruckt, wie herzlich wir von den Kindern empfangen wurden.» Aktuell werden um die 100 Kinder an der Primarschule unterrichtet. Auf dem Stundenplan stehen auch Handarbeit, Hauswirtschaft und Informatik. So haben die Kinder die Bildschirm- und Tastaturabdeckungen im Informatikraum hergestellt.

Neue Projekte anpacken

Zur Entwicklung des Vereins sagt die Präsidentin: «Schon zwei Jahre nach der Gründung der beiden Vereine konnte im März 2010 in der neu erstellten Schule Yachay der Unterricht aufgenommen werden. Der Förderverein kann die Betriebskosten vollumfänglich durch Spenden decken.» Diese Erfolgsgeschichte sei auch weitgehend dem Kanton Zug zu verdanken, welcher vor zehn Jahren im Rahmen der Auslandshilfe das Projekt mit 100 000 Franken unterstützt hat. Doch wie in vielen Ländern, in denen Entwicklungshilfe geleistet wird, sind auch in Peru die Anforderungen gestiegen, geht es um das Betreiben einer Schule. «So steht beispielsweise Informatik auf dem Lehrplan, doch die Infrastruktur dazu müssen wir selber finanzieren», erklärt Theres Arnet. Erst kürzlich hat der Verein deshalb 48 000 Franken in die Neubeschaffung von Rechnern und deren Installation investiert. «Das hat natürlich an unseren finanziellen Reserven gezerrt», so Simone Gysi-Theiler. Zudem steht ein weiteres Projekt an: Die Schule muss um eine Etage aufgestockt werden, um Platz zu schaffen für eine grössere Schulküche. «Denn die Kinder schätzen den Hauswirtschaftsunterricht sehr», weiss die Neuheimerin. Das bedeutet, dass das aktuelle Jahresbudget doppelt so hoch ist wie in den vergangenen Jahren. «Die Mehrbelastung können und wollen wir nicht auf unsere spendentreuen Mitglieder und Freunde abwälzen. Aber sobald wir das Geld zusammen haben, werden wir mit den Bauarbeiten starten», resümiert sie, zuversichtlich, dass dies schon bald der Fall sein wird.

Mehr Informationen gibt es auf: www.kinder-der-zukunft.ch.

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