Leserbrief

Eine sehr ernste Angelegenheit

Offener Brief an das Bundesamt für Gesundheit in Bern

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Es geht um eine verhinderte Kontrolle bei einem Arzt im Kanton Zug. Der Kanton Zug hat die Heilmittelkontrolle offenbar ausgelagert. Ich zitiere: Im Auftrag der Ost- und Zentralschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein führt die Kantonale Heilmittelkontrolle Zürich als regionale Fachstelle Inspektionen von Arzneimittelbetrieben durch. Ob die Firma Swissmedic auch involviert ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn ich aber diese Firmen direkt anschreibe, könnte diese Arbeit eventuell mit 200 Franken pro Stunde in Rechnung gestellt werden. Dies finde ich für einen normalen Bürger von Unterägeri, das heisst aus dem Kanton Zug, daneben, abgehoben und abstrus. Wenn aber der kantonale Inspektor bei einem Arzt einen Kontrollbesuch ankündet und nachher dieser von einem Regierungsrat oder auch mehreren Regierungsräten verhindert wird, sollte dies mit dem Gesetz kompatibel sein? Es gibt doch ein Reglement plus ein Gesetz, einen Vertrag und sicher auch ein Pflichtenheft über den ganzen Ablauf. Ich bitte Sie, sich diesem Fall anzunehmen, dieses Treiben einzugrenzen, diese Begebenheiten selbst zu bearbeiten und dem Regierungsrat des Kantons Zug zu entziehen. Nur so kann eine «filzfreie» Abwicklung garantiert werden und dass diese Geschichte nicht weiter unter dem Deckel gehalten wird. Es ist eine sehr ernste Angelegenheit, welche ein sofortiges Handeln unumgänglich und zwingend macht.

Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri