Auf der Chamerstrasse in Risch soll eine Temporeduktion geprüft werden

Die Chamerstrasse ist eine der Hauptverkehrsachsen der Gemeinde Risch und regelmässig verstopft. 2022/23 soll sie aber zwei neue Kreisel erhalten, wie aus der Antwort auf einen Vorstoss hervorgeht.

Laura Sibold
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Die Chamerstrasse gehört zu den viel befahrenen Strassen in Rotkreuz: Es ist diejenige Strasse, die von der Autobahnausfahrt durch das industrielle Rotkreuz führt. Im täglichen Verkehr sind durchschnittlich rund 12 000 Fahrzeugeinheiten auf der Chamerstrasse unterwegs – für 2030 wird eine Belastung von 14 000 Fahrzeugen prognostiziert. Vor diesem Hintergrund haben die Rischer Kantonsräte Kurt Balmer und Roger Wiederkehr (beide CVP) Ende 2018 die Interpellation betreffend Langsamverkehr sowie Kreisel auf der Chamerstrasse eingereicht. Darin stellen die Kantonsräte im Bezug auf die kantonalen Planungen sowie das Gesamtverkehrskonzept Rischs Fragen zum Langsamverkehr.

Aus der nun vorliegenden Antwort des Regierungsrates geht hervor, dass die Chamerstrasse in den Jahren 2022/23 zwei neue Kreisel erhalten soll. Einen bei der Kreuzung Industriestrasse/Chamerstrasse, einen zweiten bei der heutigen Ampel an der Berchtwilerstrasse/Poststrasse/Chamerstrasse. «Sollte die Lichtsignalanlage, deren technische Lebensdauer heute bereits überschritten ist, vorher ausfallen, ist der Bau eines provisorischen Kreisels bereits vorgängig möglich», heisst es in der Antwort.

Separater Fuss- und Radweg im Nordwesten geplant

Nach konkreten Massnahmen bezüglich Sicherheit gefragt, betont die Regierung, dass Kreisel mehr Verkehrssicherheit bieten würden als Lichtsignalanlagen, sofern sie am richtigen Ort und nach den neuesten Erkenntnissen gebaut seien. Auf Wunsch der Gemeinde Risch werde man zudem eine Temporeduktion auf der Chamerstrasse prüfen – zwischen dem Knoten Chamer-/Industrie-/Mattenstrasse und dem Kreisel Lindenplatz. Die Reduktion von 60 auf 50 Stundenkilometer werde mit der Realisierung der Bebauung Chäsimatt, spätestens jedoch nach der Fertigstellung der Überbauung analysiert. Ebenfalls sei auf der Chamerstrasse weiterhin ein beidseitiger Radstreifen vorgesehen sowie ein separater Fuss-/Radweg auf der Nordwestseite der Chamerstrasse geplant. «Langfristig soll zudem der geplante Autobahnhalbanschluss die Chamerstrasse entlasten», schreibt die Regierung. Die Antwort des Regierungsrates ist für die Kantonsratssitzung vom 27. Juni 2019 traktandiert.