Eine VIP-Tribüne für das Clubhaus des SC Menzingen

Das Lokal des Sportclubs Menzingen wird saniert. Die Sprayerei, die einst für Aufsehen sorgte, bleibt aber bestehen.

Carmen Rogenmoser
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Die Profile für die Tribüne beim Clubhaus in Menzingen sind erstellt.

Die Profile für die Tribüne beim Clubhaus in Menzingen sind erstellt.

Bilder: Matthias Jurt (11. Juni 2020)

Umbau Restaurant, inklusive Neubau VIP-Tribüne: Dem Clubhaus des Sportclubs Menzingen steht eine gehörige Auffrischung bevor. Das Baugesuch für das Projekt liegt noch bis am 17. Juni öffentlich auf, die Profile sind erstellt. «Wenn wir das Projekt in Angriff nehmen, dann richtig», meint Michael Meyer, Präsident des Sportclubs Menzingen. Für ihn ist dann wohl auch ein Platz auf der geplanten VIP-Tribüne reserviert? «Die Tribüne soll für alle offen sein», beschwichtigt er und lacht.

«Das war zuerst tatsächlich einfach eine verrückte Idee.» Bei der Entwicklung des Bauprojekts wurde diese nun aufgenommen. Das bestehende Grillhäuschen werde etwas versetzt, so Meyer. «Dadurch ergibt sich eine kleine durchgehende Fläche auf der zweiten Etage», erklärt er. Mit Hilfe einer Treppe entsteht dann eben eine VIP-Tribüne. Mit Platz für zwei, drei Tische bleibt diese aber bescheiden.

Im Zentrum des Projekts steht der Umbau des Restaurants. Betroffen sind sowohl der Gastbereich wie auch die Theke und die Küche. «Die eingebaute Küche stammt noch aus dem Baujahr 1983. Es handelt sich dabei um eine Standardküche», erklärt Meyer. Für grössere Anlässe habe sie nie ausgereicht und das Essen musste jeweils extern organisiert werden. Das soll sich nun ändern. «Als der neue Clubwirt seine Aufgabe übernommen hat, war schon klar, dass baulich etwas gehen soll.» Mit der Sanierung soll das Ambiente im Innern ein anderes werden. «Es soll gemütlicher und einladender werden.» Man solle sich im Clublokal wohlfühlen, so Meyer.

Ein Sitzungszimmer auch für andere Vereine

Dies auch im Hinblick auf die Möglichkeit, das Lokal für private Anlässe zu mieten. «Angedacht ist zudem ein neues Sitzungszimmer», sagt der Präsident. In Menzingen gebe es wenige Lokalitäten, die sich etwa für eine Vereinssitzung eignen. Auch der Vorstand des Fussballvereins habe sich bisher auswärts in der Sonnhalde getroffen. Künftig könnte im eigenen Clublokal getagt werden. «Dieses Sitzungszimmer soll auch anderen Vereinen zur Verfügung stehen», so Meyer.

Am Erscheinungsbild des Gebäudes an der Chrüzegg soll sich hingegen nicht viel ändern: Die grün-weissen Sprayereien, die die Fassade seit gut drei Jahren zieren, bleiben. Das Kunstwerk ist damals quasi über Nacht von Unbekannten erschaffen worden. Niemand wusste, wer dafür verantwortlich war. Bis heute dringt kein Name an die Öffentlichkeit. Legal ist die Sprayerei aber mittlerweile. Der SC hat nachträglich ein entsprechendes Baugesuch bei der Gemeinde eingereicht.

Der Fassadenschmuck bei der Tribüne bleibt.

Der Fassadenschmuck bei der Tribüne bleibt.

Wegen Einwendungen gegen das Umbauvorhaben macht sich Meyer keine Sorgen. Es ist von langer Hand geplant, die Finanzierung gesichert. «Die Gemeinden Menzingen und Neuheim sowie das kantonale Sportamt beteiligen sich daran. Zudem hat der Verein einen Sponsorenlauf organisiert und Rückstellungen getätigt», erklärt Michael Meyer. Der Betrag von rund 90000 Franken kann somit gut gestemmt werden.

Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten nach der Fussball-Vorrunde 2020/21 Anfang November anfangen und bis zum Anfang der Rückrunde Ende Februar beendet sein.

MENZINGEN: Rätselraten um Sprayereien

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Rahel Hug