Eine Unsicherheit bleibt

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Zugverkehr Zuger werden auch im Jahr zwei nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels von bis zu einer halben Stunde schnelleren Reisezeiten nach Bellinzona und weiter in den Süden profitieren können. Die geplante Sanierung am Zugersee-Ostufer wie auch der angedachte Doppelspurausbau im Nordkopf des Bahnhofs Walchwil sind weiterhin blockiert. Das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen hat im Januar die Beschwerde der IG Neat Zug abgewiesen. Die Beschwerdeführer haben nun das Bundesgericht angerufen. Wann die Richter in Lausanne entscheiden werden, ist unklar. Fakt ist jedoch, dass die SBB für die Realisierung des rund 190 Millionen Franken teuren Projektes, das eine 18-monatige Sperre für den Zugverkehr zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau zur Folge hätte, nicht von einem auf den anderen Tag mit den Bauarbeiten beginnen können. Dies auch deshalb, weil verschiedene Vorarbeiten im Bahnhof Rotkreuz notwendig sind, da ja dann der Nord-Süd-Verkehr über den Ennetsee umgeleitet würde. Deshalb bleibt das SBB-Angebot laut dem nun vorliegenden Fahrplanangebot von Zug aus, wie es bisher angeboten wird. Hans-Kaspar Weber vom Amt für öffentlichen Verkehr sagt aber, dass Überlegungen angestellt werden, ob die S2 zwischen Zug und Walchwil am Samstag nur noch alle Stunde verkehren soll. Wie schon im Vorjahr kommt es aufgrund der Fahrlage zu Trassenkonflikten mit dem Fernverkehr. Und dieser hat, wie die Trasse Schweiz schon im vergangenen Sommer festgestellt hat, immer Vorfahrt. Der Wegfall einiger Züge könnte auch Kosten sparen helfen. (mo)