Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Eine weitere Hürde ist genommen für das Technologie Cluster der V-Zug

Mit der Planung des Technologieclusters geht es voran. Nach dem Stadtparlament stimmte nun auch der Regierungsrat dem Bebauungsplan zu. Jetzt beginnen die Eigentümer mit der Vermarktung.
Cornelia Bisch

Es ist ein gewaltiges Vorhaben, das schätzungsweise bis zu den Jahren 2035 bis 2040 auf dem Areal des Unternehmens V-Zug an der Grenze zwischen der Stadt Zug und der Gemeinde Baar entstehen soll. Auf dem zurzeit voll belegten 80000 Quadratmeter grossen Gebiet wird in mehreren Etappen ein neues Industrie- und Wohnquartier, der sogenannte Technologiecluster Zug (TCZ), in umweltfreundlicher Bauweise und mit nachhaltiger Energieversorgung gebaut.

Der Ende Oktober durch Baudirektor Urs Hürlimann unterzeichnete Bebauungsplan sieht die Erneuerung des Werkareals der V-Zug vor, ebenso wie diverse Industrie- und Wohnbauten auf acht unterschiedlich grossen Baufeldern für die Ansiedlung von zusätzlichen Betrieben und Ausbildungseinrichtungen. Circa 1 500 Industrie- und zwischen 2 500 und 3 700 Dienstleistungsarbeitsplätze sowie Wohnungen für 400 bis 650 Menschen sollen im TCZ letztendlich entstehen. Nachhaltigkeit und preisgünstiges Wohnen seien wichtige Eckpfeiler des Grossprojekts, schreibt die Unternehmensleitung von V-Zug.

Grosser Gestaltungsfreiraum

Bisher war der Fokus der Bautätigkeit gegen innen gerichtet, auf die vertikalen Fabrikgebäude von V-Zug, die teilweise bereits fertiggestellt sind oder sich im Bau befinden. Ungefähr bis zum Jahr 2024 sollten sämtliche betriebseigenen Neubauten bezugsbereit sein. Mit der Rechtsgültigkeit des Bebauungsplans beginnt für die Eigentümer des Areals, V-Zug Immobilien, die Bekanntmachung und Vermarktung des Technologieclusters.

Der Bebauungsplan gibt zwar Baulinien und Maximalhöhen vor, erlaubt aber auf den einzelnen Baufeldern, nutzerbezogene individuelle Ausführungen. «Firmen brauchen massgeschneiderte Projektlösungen», erklärt Beat Weiss, Geschäftsführer V-Zug Immobilien. Auch verschiedene Eigentumsmodelle seien möglich. «Projekte im Baurecht zu realisieren oder in Form von Projektträgerschaften ist denkbar.» Landparzellen zu verkaufen, komme jedoch nicht in Frage.

Die Umsetzung eines gemeinsamen Energie- und Verkehrskonzepts sei nur möglich, wenn V-Zug Grundeigentümerin bleibe. «Neben kleineren Betrieben und Startup-Unternehmen möchten wir vor allem einen weiteren grösseren Industriebetrieb im Technologiecluster ansiedeln», erklärt Weiss. «Intern sprechen wir vom Betrieb X-Zug.» Bevor man sich nun jedoch auf die Suche begibt und Indus-triebetriebe konkret anfragt, wird eine Testplanung erstellt. «Sie wird aufzeigen, was für welche Betriebe beziehungsweise Technologien möglich ist. Vor allem die Aussenraumverhältnisse sind ja doch begrenzt», stellt Weiss fest.

Suche auf nationaler und internationaler Ebene

Mögliche Kandidaten könnten beispielsweise in der Maschinenindustrie oder in der Medizinaltechnik tätig sein. «Wenn wir die Gesamtbedingungen geklärt haben, was frühestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 der Fall sein wird, gehen wir konkret auf Firmen zu.» Man werde seine Fühler auf nationaler und internationaler Ebene ausstrecken. «Es besteht kein Realisierungsdruck. Wir können und wollen uns Zeit lassen, die passenden Partner zu finden», betont Weiss.

Am Nordeingang des Areals wird das intelligente Parkhaus «Mobility Hub Zug Nord» entstehen. Der direkte Anschluss an die Autobahn ist via Kreisel der Tangente Zug-Baar gewährleistet, sodass das Zuger Strassennetz kaum zusätzlich belastet wird. Das Parkhaus wird mit Ladestationen für elektrische Fahrzeuge ausgestattet sein. Den Benutzern stehen E-Bikes, E-Scooter oder ein selbstfahrender Bus zur Verfügung, um sich über das Areal und in der Stadt zu bewegen.

Ein «Multi Energy Hub» wird die Energie aus verschiedenen nachhaltigen Quellen für die gesamte Überbauung liefern. Als Energiequellen werden Abwärme, Grundwasser und Seewasser eingesetzt. Maximale Eigenversorgung soll die Stromerzeugung und -verteilung auf dem Areal mit Fotovoltaik, Stromspeicherung, E-Mobilität und Power-to-Gas erzielt werden.

Der langfristige Zeithorizont lässt auch immer wieder Zwischennutzungen in den bestehenden Altbauten zu. «Start-up-Unternehmen oder auch Kulturprojekte sind dafür denkbar», stellt Weiss in Aussicht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.