Auf der erst zweijährigen Oberdorfstrasse in Walchwil ist schon die zweite Tempo-30-Zone vorgesehen

Am oberen Ende der Strasse in Walchwil soll die Fahrgeschwindigkeit gedrosselt werden.

Carmen Rogenmoser
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Die Kreuzung Vorderberg- und Oberdorfstrasse. Hier ist eine Tempo-30-Zone geplant.

Die Kreuzung Vorderberg- und Oberdorfstrasse. Hier ist eine Tempo-30-Zone geplant.

Bild: Matthias Jurt (Walchwil, 19. September 2020)

Auf der Oberdorfstrasse, im Bereich Knoten Vorderberg-/Oberdorfstrasse in Walchwil soll eine Tempo-30-Zone eingeführt werden. Die Verkehrsanordnung des Gemeinderates wurde genehmigt, die Einsprachefrist läuft noch bis am 2. Oktober, wie dem Zuger Amtsblatt zu entnehmen ist. Die Eröffnung der neuen Oberdorfstrasse, die die beiden Dorfteile verbindet, erfolgte Ende 2018.

Bisher galt auf der Strecke beim Knoten Vorderber-/Oberdorfstrasse eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. «Der Entscheid für eine Geschwindigkeitsreduktion ergibt sich jeweils aus einer baulichen Entwicklung in einem gewissen Gebiet sowie dem neuen Aufkommen von Fussgängern, Schülern, Fahrradfahrern et cetera, deren Sicherheit zu gewährleisten ist», erklärt die zuständige Gemeinderätin Eveline Hunziker. Die beiden Überbauungen, Grossmatt mit 40 Wohneinheiten einerseits und Dürrenburg mit 18 zusätzlichen Einheiten andererseits im Gebiet Oberdorf hätten zu dieser Entscheidung beigetragen, ergänzt sie. Das sei auch der Grund, weshalb das Tempo erst jetzt und nicht schon bei der Eröffnung der Strasse auf 30 Stundenkilometer festgesetzt wurde.

Die Kurven tragen zur Temporeduktion bei

Die Tempo-30-Zone könne mit wenigen Massnahmen umgesetzt werden, ist dem Kurzbericht, der öffentlich aufliegt, zu entnehmen. Dies vor allem, weil die bestehenden Kurven bereits zur Geschwindigkeitsreduktion beitragen.

So beschränken sich die Massnahmen auf die Zoneneingangsbereiche. Der Strassenraum soll durch Stelen eingeengt, die vorhandene Mittellinie soll entfernt werden. Eingeschlossen in die neue Zone ist auch die Geisswaldstrasse. Auf der ganzen Fläche herrscht Rechtsvortritt.

Es handelt sich um die zweite Tempo-30-Zone auf der neuen Verbindungsachse. Bereits 2018 wurde im Siedlungsbereich beim Hörndlirain im unteren Teil der Strasse das Tempo reduziert. Diese Massnahme habe sich bewährt, wie Kurt Margadant, Gesamtleiter und Oberbauleiter der Oberdorfstrasse, gegenüber unserer Zeitung sagte. «Ohne die Tempolimite würde bedeutend schneller gefahren.» Weitere Tempoeinschränkungen seien auf der Strasse vorderhand nicht vorgesehen, so Eveline Hunziker. Die künftige bauliche Entwicklung werde aber weiter beobachtet.

Die Massnahmen werden überprüft

Gibt es keine Einsprachen, kann nach erfolgtem Auflageverfahren die geplante Tempo-30-Zone beim Knoten Oberdorf-/Vorderbergstrasse umgesetzt werden. «Innerhalb eines Jahres müssten erneute Geschwindigkeitsmessungen aufzeigen, dass die geplanten Massnahmen ‹greifen›», erklärt die Gemeinderätin.

Konkret heisst das: 85 Prozent der Nutzer müssen die Geschwindigkeit innerhalb eines vorgegebenen Toleranzwertes einhalten. «Fällt ein solcher Bericht negativ aus, so sind durch Fachplaner weitere Massnahmen zur Temporeduktion vorzuschlagen, respektive umzusetzen.» Anschliessend muss ein Schlussbericht, der den Endzustand aufzeigt, bei der kantonalen Sicherheitsdirektion zur Genehmigung eingereicht werden. «Erst nach diesem Schritt sind dann auch polizeiliche Kontrollen möglich», so Hunziker.