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Leserbrief

Eine zweite Landessprache genügt

«Hegglin in der Englisch-Falle», Ausgabe vom 3. November

Kleiner Trost für Peter Hegglin: Auch über Helmut Kohls limitierte Englischkenntnisse («you can say you to me» – «Sie können mir Du sagen») wurde gelacht und trotzdem entpuppte er sich als grosser Staatsmann.

Warum soll es Peter Hegglin nicht ähnlich ergehen?

Ruedi Auf der Maur, Cham


Im Bericht zu dem CVP-Anlass «Talk im Bellevue» wird beschrieben, wie Ständerat Peter Hegglin, Bundesratskandidat, durch eine Parteikollegin blossgestellt wurde. Was Frau Kobler-Betancourt vergessen hat, ist, dass man niemanden besser macht, wenn man einen anderen Menschen schlecht macht. Von einem Bundesratskandidaten erwarte ich, dass er nebst seiner Muttersprache eine zweite Landessprache beherrscht. Peter Hegglin spricht nebst Deutsch auch Französisch. Voilà, das sollte doch reichen. Dass, wer kein Englisch spreche, ein «No-go» als Bundesrat ist, bestimmt wer? Frau Kobler-Betancourt? Wir wissen alle, dass an Konferenzen die Politiker mit dem Knopf im Ohr debattieren. Jeder spricht in seiner Sprache, die anderen Anwesenden erhalten die Übersetzung simultan. Ein Bundesrat sollte nicht daran gemessen werden, ob er Englisch spricht oder nicht, das wäre ein Armutszeugnis für die Schweiz. Wenn das die Kriterien sind, ob man als Bundesrat gewählt werden kann, dann «Guet Nacht, Schweiz».

Andrea Sidler Weiss, Zug

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