Nun ist man einen Schritt weiter beim Crypto-Areal

Das Areal in der Feldmatt soll einen neuen Bebauungsplan erhalten. Es wurde ein städtebaulicher Wettbewerb und gleichzeitig ein Mitwirkungsverfahren lanciert: Auf dem Gebiet sollen künftig Wohnen und Arbeiten möglich sein.

Andrea Muff
Drucken
Teilen
Das Crypto-Areal umfasst rund 31 000 Quadratmeter. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 24. Januar 2018))

Das Crypto-Areal umfasst rund 31 000 Quadratmeter. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 24. Januar 2018))

Ein rund 31 000 Quadratmeter grosses Areal steht in Steinhausen frei für ein neues Projekt. Denn die Crypto AG hat sich im vergangenen Dezember vom Areal in der Feldmatt getrennt. Anfang Jahr erfolgten in der Firma Umstrukturierungen: Sie hat sich in zwei neue Unternehmen aufgeteilt, in die Crypto Schweiz AG und in die Crypto International AG.

Für die Projektentwicklung, Realisierung und Vermarktung des beschriebenen Areals in Steinhausen ist die Peikert Immobilien Projekte AG aus Zug zuständig. Diese gibt nun Fortschritte in der Areal-Entwicklung bekannt. Ein städtebaulicher Wettbewerb wurde gestartet. Die Architektenteams sollen nach einem mit der Gemeinde Steinhausen abgestimmten Anforderungsprogramm das Gestaltungskonzept erarbeiten. «Die Vorgabe der Gemeinde zum Verhältnis Wohnen und Nicht-Wohnen liegt bei ungefähr 65 Prozent Wohnen zu 35 Prozent Nicht-Wohnen», erklärt Lukas Knecht, Projektleiter der Peikert Immobilien Projekte AG. Innerhalb des Anteils Wohnen werde mit rund 70 Prozent Wohneigentum und 30 Prozent Mietwohnungen geplant.

Eine Hochspannungsleitung führt durch das Areal

Lukas Knecht lässt durchblicken, dass viele anspruchsvolle Bedingungen in der Siedlungsentwicklung bestehen. Er fasst zusammen: «Von dem zu erarbeiteten Konzept wird eine hohe Qualität in jeder Beziehung erwartet.» Diese Qualität umfasse insbesondere auch die architektonische Erscheinung und Freiraumgestaltung. «Eine spezielle Herausforderung liegt im Umgang mit der Hochspannungsleitung, welche durch das Areal führt», führt der Projektleiter aus.

Zum Zeitplan: Sieben Architektenteams sollen Ende Januar ihren Schlussbericht zur ersten Phase vorlegen. «Das Verfahren wird in einer zweiten Phase mit zwei bis drei Architektenteams fortgesetzt. Diese soll Mitte 2019 abgeschlossen sein», weiss Lukas Knecht. Parallel dazu laufe der Mitwirkungsprozess, in den «ein breiter Kreis betroffener und interessierter Personen einbezogen wird», so Knecht.

«Wir gehen davon aus, dass das Siegerteam das Richtprojekt und den Bebauungsplan erarbeiten wird. Dies wird ab Herbst 2019 erfolgen.»
Lukas Knecht, Projektleiter Peikert Immobilien Projekte AG

Juriert werden die Pläne von einem Gremium bestehend aus Experten in Stadt- und Landschaftsarchitektur sowie Vertretern der Grundeigentümerschaft. Und auch die Gemeinde nimmt mit beratender Stimme teil. «Wir gehen davon aus, dass das Siegerteam das Richtprojekt und den Bebauungsplan erarbeiten wird. Dies wird ab Herbst 2019 erfolgen», gibt Knecht weiter Auskunft.

Volumen von 300 Millionen Franken

Die Peikert Immobilien Projekte AG gehe davon aus, dass die Planung in vier Jahren abgeschlossen und die notwendigen Genehmigungen erteilt sein werden. Die Realisierung werde in Etappen erfolgen und weitere vier Jahre umfassen. Zur finanziellen Seite der Planung: «Das Transaktionsvolumen wird sich erst nach Abschluss des städtebaulichen Wettbewerbs und der Projektplanung bestimmen lassen. Wir gehen derzeit von einem Volumen von ungefähr 300 Millionen Franken aus.»

Für die Gemeinde handelt es sich hier um ein grosses Projekt. «Uns ist es wichtig, dass die Qualität des Projekts hoch ist und dass die Eingliederung in unser Dorf stimmt», sagt Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter. Sie fügt an: «Das Areal ist ein wichtiges Entwicklungsgebiet der Gemeinde.» Hofstetter hofft auf einen guten Mix zwischen Arbeit und Wohnen und verweist auf die Mehrheitsfähigkeit des Bebauungsplans, denn ein solcher müsse zur Abstimmung vor den Souverän. «Der Bebauungsplan sollte in sich stimmig sein», fasst sie zusammen.

Mietvertrag bis Ende 2021 verlängert

Wohin die jetzige Crypto International AG indes umziehen wird, ist noch nicht klar. Der Mietvertrag konnte bis Ende 2021 verlängert werden. Marlies Clausen, Head of Marketing, bestätigt: «Die Crypto International AG wird die Standortsuche zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen, sobald das Anforderungsprofil den neuen Geschäftsbedürfnissen angepasst ist.» Die Crypto Schweiz AG werde hingegen per Ende dieses Jahres den neuen Standort im Prisma 2 an der Hinterbergstrasse 18 in Steinhausen beziehen.