Leserbrief

Einheimische haben gegenüber Expats das Nachsehen

«Was Zug für seine Expats tut», Ausgabe vom 5. Dezember

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Wie schön, wäre ich auch eine Expat. Das kürzlich publizierte «Expat-City-Ranking» vergibt Zug eine gute Note. So zitiere ich die Zuger Regierungsrätin Silvia Thalmann: «Eine gute Integration dient allen: Zuziehenden wie auch den schon Ansässigen.»

Sogar zweimal jährlich werden die Neuzuzüger zum Apéro eingeladen. Einmal mehr bin ich enttäuscht und verärgert von unserem so sehr gerühmten Zug. Man legt unseren «Fremden» den Teppich aus, das Nachsehen haben viele Einheimische, wie Folgendes aufzeigt: In meinem bereits am 18. Juli 1016 veröffentlichten Leserbrief erinnerte ich, wie es für Rollstuhlfahrer ohne elektrischen Antrieb keine Möglichkeit gibt, mit der ÖV (Zugerbergbahn) den Zuger Hausberg zu erreichen. Bis heute ist das Versprechen von 2009 beim Umbau einer zwar rollstuhlgängigen Bergbahn, nicht aber das Erreichen der Bergebene eingelöst. Ist dieser unbefriedigende Zustand unserem reichen Kanton und der Stadt würdig? Ich freute mich sehr, wenn den vielen Worten mal Taten folgten.

Hanny Keiser, Baar