Einheitlicher Steuerabzug für Kinderbetreuung

Kinderbetreuung soll im Kanton Zug künftig auf jeden Fall steuerlich abzugsfähig sein. Die kantonsrätliche Kommission, die über die Steuergesetzrevision beriet, schlägt einen einheitlichen Abzug von 6000 Franken für jedes bis 15-jährige Kind vor.

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Der Abzug von Kinderbetreuung soll im Kanton Zug vereinheitlicht werden. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Abzug von Kinderbetreuung soll im Kanton Zug vereinheitlicht werden. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Kommission steht damit laut ihrem am Dienstag veröffentlichen Bericht im Gegensatz zur Kantonsregierung. Diese schlägt einen Steuerabzug von 10'000 Franken für die Fremdbetreuung eines Kindes vor. Für die familieninterne Kinderbetreuung schlägt sie einen Abzug von 3000 Franken vor.

Folgt der Kantonsrat dem Kommissionsvorschlag, käme das den Kanton ab 2013 jährlich um etwa 0,6 bis 0,7 Millionen Franken teurer zu stehen als bei der Regierungsvorlage.

Um 2,5 bis 3,2 Millionen Franken günstiger käme den Kanton dagegen der Vorschlag der Kommission, die Steuerabzüge für Mietkosten auf Einkommen bis maximal 90'000 Franken bei Alleinstehenden und 180'000 Franken bei Verheirateten zu begrenzen. Sie sollen künftig jährlich 2000 beziehungsweise 4000 Franken vom Einkommen abziehen können, bevor sie es versteuern müssen.

Die grössten Einnahmenausfälle wird aber die in drei Schritten erfolgende Senkung der Gewinnsteuer bei juristischen Personen verursachen. Ab 2015 wird der Kanton Zug dadurch jährlich 24 Millionen Franken weniger einnehmen als heute.

Die Steuergesetzrevision soll 2012 in Kraft treten. Die ersten grossen Auswirkungen träten 2013 mit Mindereinnahmen von 16,4 Millionen Franken zutage. Ab 2015 würden diese auf 35,8 Millionen Franken steigen. Die Gemeinden müssten mit 15,2 Millionen weniger Steuern rechnen.

sda