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Einige Hürden für das geplante Zuger «Café am Gleis»

Die innovative Umfunktionierung eines alten Eisenbahnwagens bei der Industrie45 verzögert sich unerwartet.
Andreas Faessler
Sie wollen den alten Eisenbahnwagen vor der Industrie 45 in ein besonderes Café umbauen: Fabio Fölmli (links) und Kai Imholz. Die Dritte im Bunde ist Laura Hürlimann. Sie fehlt auf dem Bild. (Bild: Werner Schelbert, Zug, 4. Januar 2018)

Sie wollen den alten Eisenbahnwagen vor der Industrie 45 in ein besonderes Café umbauen: Fabio Fölmli (links) und Kai Imholz. Die Dritte im Bunde ist Laura Hürlimann. Sie fehlt auf dem Bild. (Bild: Werner Schelbert, Zug, 4. Januar 2018)

Knapp zwei Jahre ist es mittlerweile her, als die Leitung des Jugendkulturzentrums Industrie45 (i45) in Zug dazu aufgerufen hat, Konzepte für eine Nutzung eines der beiden dort auf stillgelegten Gleisen stehenden Eisenbahnwagen einzureichen. Als am attraktivsten wurde der Vorschlag von drei Studenten aus Baar befunden, den vorderen Wagen in einen Cafébar-Betrieb ohne Konsumationspflicht umzufunktionieren, kostensparend und mit viel Eigenleistung. Im Angebot sollten Qualitätskaffee und eine erlesene Auswahl an Produkten von kleineren Unternehmen aus der Region stehen.

Innert Kürze war der Verein «Café am Gleis» gegründet. Bereits im Januar 2018 war der Wagen ausgeräumt und bereit für die Umfunktionierung.

Bewilligungen mussten separat eingeholt werden

Dafür war allerdings eine Baueingabe bei der Stadt erforderlich, was die drei in ihrer Planung nicht berücksichtigt hatten und ihre Pläne unerwartet stark verzögern sollte. Die drei Initiantinnen und Initianten veranlassten fachkundige Abklärungen, um ein aussagekräftiges Baugesuch einreichen zu können – dies erfolgte am 1. März 2019. Was weder die drei Baarer noch der Vorstand der i45 wussten: Da der Standort des Bahnwagens gemäss Stadt ausserhalb des Bereichs liegt, für den die erteilten Bewilligungen der i45 gelten, mussten für das geplante Café alle Bewilligungen separat eingeholt und ein Lärmgutachten erstellt werden, um danach die Baueingabe erneut einzureichen. Abermals verging ein halbes Jahr.

Eine etwas ernüchternde Erfahrung, wie Laura Hürlimann sagt. Sie ist eine der Initiantinnen des «Café am Gleis». «Eine Baubewilligung ist keine einfache Angelegenheit, vor allem, wenn man damit noch kaum Erfahrungen hat.» Sie und ihr mittlerweile verstärktes Team stellen sich in diesem Kontext auch die Frage, ob es verhältnismässig sei, dass für ein temporäres Projekt auf einem Jugendkulturareal ein solches Prozedere durchlaufen werden müsse.

Breite Unterstützung

Bis Anfang Oktober lag das neu eingereichte Baugesuch für das «Café am Gleis» öffentlich auf. Zum Bedauern des Vereins hat es eine Einsprache gegeben.

Laura Hürlimann und ihr gewachsenes Projektteam hoffen, dass sie bald einen definitiven Plan erstellen können, wie die nächsten Schritte in der Umsetzung ihres Gastroprojektes aussehen. Sie möchten alle möglichst schnell von der Planungs- in die Umsetzungsphase übergehen und ohne weitere Verzögerungen mit Umbau, Einrichtung und Kommunikation beginnen – um innert nützlicher Frist die ersehnte Eröffnung feiern zu können. Das wäre auch im Sinne ihrer Unterstützer, denn die Stadt Zug hat dem Verein «Café am Gleis» einen Geldbetrag aus dem Lotteriefonds gesprochen, auch die i45 selbst und mehrere Privatpersonen unterstützen das Projekt finanziell – und ideell.

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