Einkauf per Klick, ade

Unsere Redaktorin erzählt wieso sie künftig auf den Onlineeinkauf verzichten wird.

Zoe Gwerder
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Zoe Gwerder.

Zoe Gwerder.

Eigentlich wäre es ganz einfach: eine Bestellung bei den Online-Portalen der beiden Grossverteiler Migros und Coop. Produkt auswählen, Anzahl angeben und in den Warenkorb klicken. Und eben: Eigentlich wäre es ganz einfach. Doch inzwischen mache ich den Einkauf wieder physisch – im Laden stehend mit einem Einkaufswagen, welchen ich bis zuoberst mit Lebensmitteln fülle. Es soll ja schliesslich für eine Woche reichen. Natürlich muss ich die fünf Einkaufstaschen bis zu mir in die Küche schleppen. Eigentlich wäre deshalb der Einkauf online, bei welchem der Bote die Taschen bis an die Haustüre bringt, viel einfacher – eigentlich.

Ich habe aufgehört mit dem Online-Bestellen, und Schuld daran tragen nicht etwa die Zusatzkosten für den Transport. Auch die Unberechenbarkeit der Menge bei der Gemüse- und Früchtebestellung ist nicht der Grund – solche Produkte habe ich noch im Laden gekauft.

Der Grund liegt an einem ganz anderen Ort. Nämlich beim Grundlegendsten, was man bei einem solchen Einkauf machen muss: die Mengenangaben richtig lesen. Wie oft wurde ich schon mit der doppelten Menge Joghurt überrascht, weil man das Produkt im Doppel kaufen muss. Gibt man also bei der Bestellmenge eine Eins ein, werden zwei Joghurts geliefert. Ob es nun ein oder zwei Joghurts gibt, ist definitiv noch keine grosse Sache. Bestellt man aber sechs Joghurts, und es werden sechs Paare statt deren drei geliefert, wird es definitiv zu eng im Kühlschrank – immerhin handelt es sich um einen Wocheneinkauf für eine Familie, da müssen noch andere Sachen Platz im Kühlschrank finden. Noch härter kam es einst bei einer Windelbestellung. Will man die beliebte Marke kaufen, macht man dies am besten, wenn diese Aktion ist: drei für zwei. Da nimmt man – zumindest im Laden – auch gleich drei Stück, weil das dritte Pack gratis ist. Doch eben: Die Online-Regeln sind da anders. Schreibt man bei der Aktion nämlich eine Eins darunter, werden gleich drei Packungen Windeln geliefert. Schreibt man eine Drei, sind es? Genau: Neun!

Glücklicherweise hatten wir noch Platz im Keller und das Kind wurde auch nicht gleich trocken. Fazit: Ich kaufe keine Lebensmittel mehr online oder schaue besser hin. Da ich kürzlich trotzdem wieder ein Mehrfaches eines Produktes geliefert bekam, ist nun aber endgültig Schluss. Der Einkauf im Laden ist wieder Standard – sodass der Wocheneinkauf für eine Woche reicht und nicht gleich für einen ganzen Monat.