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EINKAUFEN: Der Traum vom Fyrabigmarkt inmitten Zugs

Schafkäse, Fisch, Gemüse, Blumen und Obst. Für so einen Feierabendverkauf an zentraler Lage suchen Landwirte noch einen Platz.
Niklaus Elsener möchte – zusammen mit weiteren Anbietern – einen Fyrabigmarkt in Zug etablieren. (Bild Werner Schelbert)

Niklaus Elsener möchte – zusammen mit weiteren Anbietern – einen Fyrabigmarkt in Zug etablieren. (Bild Werner Schelbert)

Susanne Holz

Niklaus Elsener ist ein innovativer Landwirt. Vor zwei Jahren stellte der Edlibacher aus Gründen der Rentabilität den von den Eltern übernommenen Betrieb von Milchkühen auf Milchschafe um. Seither züchten Niklaus Elsener und seine Frau Sarah Schafe und produzieren vor Ort Käse und Joghurt aus Schafmilch. Damit stellen die Elseners Nischenprodukte her, die, richtig vermarktet, zur Haupteinnahmequelle der vierköpfigen Familie werden sollen. Niklaus und Sarah Elsener tragen damit auch dem Zeitgeist der Direktvermarktung Rechnung.

Direktvermarktung heisst aber: Es gilt, am Ball zu bleiben, Kanäle und Kunden zu erschliessen, sich breit zu positionieren. Bislang verkaufen die Elseners ihre Produkte im eigenen Hofladen in Edlibach und jeden Samstag am Altstadtmarkt in Zug. Auch im Bio-Hof Zug und beim Denner in Menzingen sind die Milch, der Käse und der Joghurt von Edlibacher Schafen zu haben.

Nach Feierabend in Einkaufslaune

Seit einigen Monaten träumt Niklaus Elsener zudem von einer ganz speziellen Absatzmöglichkeit. Und nicht nur er. Mit im Boot hat er den Chamer Landwirt Franz Rüttimann und fünf weitere Anbieter. Sie alle möchten einen Fyrabigmarkt am Donnerstagabend von 16 bis 21 Uhr etablieren – gelegen am besten inmitten von Zug, wo gerade am Donnerstag nach der Arbeit so mancher in Einkaufslaune unterwegs ist. Angeboten würden Käse und Joghurt, Gemüse und Blumen, Fisch und Most, Konfitüre und italienische Spezialitäten.

Eine tolle Idee, sollte man meinen. Niklaus Elsener und Franz Rüttimann verfolgen sie seit Februar. Doch leider sind die beiden Landwirte bei der Umsetzung ihres Traums schon bald an Grenzen gestossen: Weil es recht schwierig ist, die Genehmigung für einen Platz zu erhalten, der erstens sicher und zweitens auch noch gut frequentiert sein muss. «Für unseren Fyrabigmarkt wäre der Bundesplatz optimal», sagt Niklaus Elsener. Und: «Auch das Metalli wäre eine gute Option.» Die Krux bei beiden Standorten aber ist: Diese Liegenschaften sind im Besitz Privater. Im Falle des Metalli erhielten die Landwirte eine Absage mit der Begründung, man biete schon Raum für mehrere Märkte.

Keine kommerzielle Nutzung mehr

Was den Bundesplatz betrifft, so heisst es von Seiten des privaten Eigentümers Swiss Life: «Swiss Life hat bei der Umgestaltung des Zuger Bundesplatzes zusammen mit der Stadt ein neues Nutzungskonzept erarbeitet. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht mehr vorgesehen. Der Bundesplatz kann hingegen für ausgewählte kulturelle oder gemeinnützige Anlässe genutzt werden.» Für die Stadt Zug sagt Urs Raschle, Vorsteher Departement Soziales, Umwelt und Sicherheit: «Grundsätzlich begrüssen wir die Idee eines Abendmarktes sehr.» Man habe den Veranstaltern schon mehrere Plätze vorgeschlagen. Urs Raschle sieht aber auch: «Nicht alle Plätze eignen sich für dieses Vorhaben. Der ‹Kirschtortenplatz› beispielsweise wäre von der Frequenz her gut, aber nicht von der Sicherheit der Marktstände. Umgekehrt wäre beim ‹Arenaplatz› die Sicherheit gegeben, die Frequenzen würden jedoch kaum stimmen.»

Ein weiterer öffentlicher Platz ist der Landsgemeindeplatz. Für die Landwirte ist dieser jedoch suboptimal, weil dort an Donnerstagen immer wieder Veranstaltungen sind. So geht die Suche weiter – auch nach privaten Plätzen.

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