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Einsatz für die Sicherheit in Zuger Quartieren

Die Verkehrskommission des Quartiervereins Guthirt Zug hat der Stadt Verkehrsrisiken mitgeteilt. Die Exekutive schätzt diese Zusammenarbeit und will die eingereichten Verbesserungsvorschläge nun prüfen.
Laura Sibold
Die Oberallmendstrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)Die Oberallmendstrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)
Bleichimattweg/ Bleichistrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)Bleichimattweg/ Bleichistrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)
Kreuzung Radweg Lauriedhofweg / Göblistrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)Kreuzung Radweg Lauriedhofweg / Göblistrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)
Guthirtstrasse/ Lauriedstrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)Guthirtstrasse/ Lauriedstrasse (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 28. September 2019)
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Wie sollen sich die Stadtzuger Quartiere entwickeln? Und wo gibt es Gefahrenzonen, die zu beheben sind? Mit solchen Fragen setzen sich die Quartiervereine regelmässig auseinander und wenden sich ab und zu an die Stadt. So auch im Nordosten Zugs, wo sich derzeit etwas tut: Die Kommission Siedlung und Verkehr des Quartiervereins Guthirt hat kürzlich eine Liste mit Verkehrsrisiken eingereicht. «Die Kommission beobachtet die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Quartier aus dem Blickwinkel der Bewohner und nimmt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Einfluss auf die Entwicklung», heisst es in einem Artikel der Quartier-News.

Auf Anfrage bestätigt Roland Stahl, Leiter der Kommission Siedlung und Verkehr, dass man Ende Oktober mit Vertretern der Stadt ein Gespräch führen könne. «Wir möchten gefährliche Verkehrssituationen aufzeigen und wenn möglich entschärfen. Die Stadt ist gegenüber unseren Vorschlägen zur Strassensicherheit sehr offen. Das schätzen wir», so Stahl.

Tangente Zug/Baar und weitere Problempunkte

Konkret geht es um diverse Strassenabschnitte in den Gebieten Göbli/Oberallmend, Lauried und Metalli. Von den zwölf eingereichten Brennpunkten der Kommission Siedlung und Verkehr sollen hier drei erwähnt sein: Bei der Kreuzung Lauriedhofweg/Göblistrasse fehle ein Fussgängerstreifen und die Kreuzung Bleichimattweg/Bleichistrasse sei als Haupt-Veloachse im Quartier zu unübersichtlich, so Stahl. Zudem würden auf der Guthirtstrasse viele Autofahrer zu schnell fahren und den Rechtsvortritt vom Guthirthof missachten. «Auf der nördlichen Strassenseite im Bereich der Kirche braucht es zwei bis drei Parkplätze oder andere Verengungen», erklärt Roland Stahl.

Ein weiteres Thema, das viele Quartierbewohner beschäftigt, ist die Schulwegsicherheit an der Baarerstrasse. Besorgte Eltern und der Quartierverein haben sich diesbezüglich erfolgreich Gehör verschafft. Ende August fand vor Ort eine Begehung mit Vertretern von Polizei, Stadt und Kanton statt. «Unsere Anliegen wurden aufgenommen und uns wurde versprochen, dass bald Lösungsvorschläge aufgezeigt werden», heisst es in den Quartier-News.

Die verkehrstechnisch grösste Geschichte für das Quartier Guthirt bildet aber die Tangente Zug-Baar, die 2021 eröffnet werden soll. «Die Tangente beschäftigt uns seit Jahren. Wir setzen uns dafür ein, dass das Quartier Guthirt so gut wie möglich von Mehrverkehr verschont bleibt», bestätigt Martin Stuber, der die Kommission 15 Jahre lang geleitet hat. Die Stadt habe immer wieder versprochen, verkehrsberuhigende Massnahmen an der Industriestrasse durchzuführen. Gefordert werden Tempo 30 auf der Industriestrasse und die Führung des Verkehrs ab Göbli/Feldstrasse auf die Baarerstrasse. Im vergangenen Jahr führte das Baudepartement bereits Workshops zur Mitwirkung am Verkehrssystem Quartier Guthirt durch. Auch hier wolle man dranbleiben erneut mit Kanton und Stadt das Gespräch suchen, bekräftigt Stahl. Bereits gefruchtet hat die Arbeit der Verkehrskommission Guthirt unter anderem beim Lüssiweg/Bleichimattweg. Dort konnte vor fünf Jahren mit Tempo 30 und dem Bau von Rampen eine Verkehrsberuhigung erzielt werden.

Auch Massnahmen in Oberwil umgesetzt

Stadtrat Urs Raschle bestätigt, dass dem Departement Soziales, Umwelt, Sicherheit immer wieder Themen aus dem Quartier Guthirt zugetragen wurden. «Wir haben auch mit den aktuellen Brennpunkten konkrete Verbesserungsvorschläge erhalten, die wir prüfen und im Gespräch mit der Kommission erörtern werden. Einiges davon ist durchaus sinnvoll und umsetzbar.» Darüber hinaus sei auch die Verkehrskommission der Nachbarschaft Oberwil-Gimenen (NOG) schon mehrmals mit Anliegen auf die Stadt zugekommen. «In Austausch mit der NOG konnten wir diesen Frühling die Schulwegsicherheit im Bereich Stolzengraben/Angelgasse verbessern. Der Schulweg ist nun auf dem Boden signalisiert, sodass Schüler wissen, wo sie durchlaufen können und Autofahrer das auch klarer wahrnehmen», erklärt Urs Raschle. Andere Quartiervereine wie Zug West oder Zug-Westwind haben keine eigene Verkehrskommission. Aber auch da funktioniere die Zusammenarbeit gut, betont der Stadtzuger Sicherheitschef. Die Quartiervereine, respektive ihre Verkehrskommissionen, seien wertvoll für die Stadt. «Diese Vereine sind näher bei den Leuten, wissen, was sie bewegt und tragen uns die Anliegen zu.» Aus diesem Grund stehe man in regelmässigem Austausch. Ein Austausch, der auch Brennpunkte im Quartier Guthirt bald entschärfen könnte.

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