EINWEIHUNG: Auf dem Zuger-Alpli brennt wieder ein Licht

Vandalen rissen im Herbst auf dem Zuger-Alpli eine Laterne ab. Deren Ersatz bringt nun ungeahnte Erinnerungen an ihren Ersteller.

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Fredy Rickenbacher, Mitglied der Stiftung Wildspitz, montiert die Madonnenstatue. (Bild Charly Keiser/Neue ZZ)

Fredy Rickenbacher, Mitglied der Stiftung Wildspitz, montiert die Madonnenstatue. (Bild Charly Keiser/Neue ZZ)

Spatbeck» nannten die Walchwiler Sepp Marbacher, weil er sich als Junggeselle nicht so sehr an Zeiten gebunden fühlte. Er blieb am Morgen öfters etwas länger in den Federn. Die Leute liebten sein frisches Brot und gewöhnten sich, es erst am Nachmittag kaufen zu können. Am Abend begab sich Marbacher auf die «Kehre über den Berg» wie das Austragen des Brotes zu den Höfen auf dem Zugerberg via Gängigen nach Arth und zurück nach Walchwil, genannt wurde. Bei «Stoffel's-Marie» (Maria Müller vom Hof Mittelschwändi) pflegte er länger einzukehren und schlief oftmals am Tisch ein, bevor er in den frühen Morgenstunden seine Weiterfahrt in Angriff nahm.

Schokolade für die Kinder
Marbacher hat, wie sich sein Bruder Stephan erinnert, Laternen und Madonnenstatuen gesammelt. Rund 300 Meter oberhalb des Zuger-Alplis hat er vor rund 40 Jahren eine Laterne und eine Statue montiert. Unterhalb der Statue hat er oft Schokolade hingelegt, was die Walchwiler Kinder öfter zum ungeliebten Gang auf den Wildspitz mit ihren Eltern gebracht hat. Im vergangenen Herbst wurde Marbachers Laterne von Vandalen weggerissen. Fredy Rickenbacher, Mitglied der Stiftung Wildspitz und der SAC-Sektion Rossberg, sorgte auf Initiative des Rotariers Andreas Kleeb Ende Dezember für Ersatz. Kein Wunder. Ist doch Kleeb für die wöchentlich neue brennende Kerze des Mittwochabends verantwortlich, während Rickenbacher am Donnerstag die Laterne füttert.

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.