EINZELRICHTER: Mit «Schwedenkuss» Nase gebrochen

An einem Grümpelturnier in Unterägeri geraten zwei Männer aneinander. Vor Gericht gibt es eine unerwartete Wende.

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Einen Nasenbeinbruch und eine Schädelquetschung erlitt ein Schweizer am Fussballgrümpelturnier Unterägeri im Sommer 2007. Er hatte einen «Kopfstoss» oder einen «Schwedenkuss» von einem andern erhalten. Für zwei Wochen war er arbeitsunfähig. Vor Gericht verlangte er eine Genugtuung von 1000 Franken.

Auf den ersten Blick erschien der Fall klar. Staatsanwältin Gaby Alther forderte denn auch eine Bestrafung des Angreifers wegen einfacher Körperverletzung. Nach Aussagen des Beschuldigten habe er sich am Rand des Grümpelturniers mit einer Kollegin unterhalten. Plötzlich sei ein Mann herangestürmt, habe die Frau grob am Hals gepackt und zur Seite geschoben. Da sei es zum Schlagabtausch gekommen. Er habe nicht gewusst, dass der andere der Freund der Kollegin war.

Die beiden Parteien trennten sich schliesslich mit einem Vergleich. Mit dem Rückzug der Klage kommt es zu keiner Verurteilung.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.