EINZELRICHTERIN: «Don Juan» schröpft gutgläubige Frauen

Ein Mechaniker erbat sich Darlehen von Freundinnen und Bekannten. War er ein verkappter Heiratsschwindler oder ein Hochstapler?

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«Der Beschuldigte hielt sich mit Betrügereien über Wasser, um sich so bei verschiedensten Personen den Lebensunterhalt zu verdienen.» Dies schreibt der Leitende Staatsanwalt in der Anklageschrift. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, habe der Mechaniker innert dreier Monate über 9000 Franken erbettelt – die versprochenen Rückzahlungen seien bis heute ausgeblieben. Deshalb forderte der Staatsanwalt eine Verurteilung wegen gewerbsmässigen Betrugs sowie weiterer Delikte und eine Strafe von sechs Monaten unbedingt.

Einzelrichterin Svea Anlauf folgte jedoch den Anträgen des Verteidigers und sprach den Mechaniker, der heute verheiratet und Vater zweier Kinder ist, in fast in allen Punkten frei. Sie bestrafte ihn als Zusatzstrafe mit 45 Tagessätzen zu 30 Franken (total 1350 Franken) bedingt. Zudem sprach die Richterin eine Busse von 700 Franken aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.