EISHALLE: Die wichtigsten Facts zur Bossard-Arena

Am Wochenende wird der modernste Eishockey-Tempel der Schweiz eingeweiht. Technik und Sicherheits­vorkehrungen entsprechen den neusten Standards.

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Die Bossard-Arena hinten rechts, Trainingshalle, Stadthalle und das im Bau befindliche Uptown. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Bossard-Arena hinten rechts, Trainingshalle, Stadthalle und das im Bau befindliche Uptown. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Stadt Zug nimmt am Wochenende das modernste Eishockeystadion der Schweiz in Betrieb. Das Stadion mit 7015 Plätzen (4280 Sitzplätze und 2735 Stehplätze) ist in rund zweieinhalb Jahren gebaut worden. Es umfasst eine Ticketeria, Garderoben, Verwaltungsräume und den Zugang zum öffentlichen Ausseneisfeld. Darüber liegt an der Südfassade das Restaurantgeschoss, unterteilt in ein öffentliches Restaurant mit Terrasse und einen Gastrobereich für Anlässe auf der Westseite.

Spezielles Sicherheitskonzept
Für die Bossard-Arena wurde ein effizientes Sicherheitspaket geschnürt, im Besonderen für die Bewältigung von Konflikten unter den Fangruppen. Die Stehplatzbereiche für die Gastmannschaft (Westkurve) und die EVZ-Fans (Ostkurve) sind durch separate Zugänge getrennt. Fan-Busse werden in unmittelbarer Nähe des Fan-Zugangs parkiert. Bei allen vier Zugängen sind Sicherheitsschleusen eingebaut. Und schliesslich ist das Stadion in verschiedene Sektoren unterteilt.

Minergie-Standard und Solarkraftwerk
Das Stadion ist das erste nach Minergiestandard zertifizierte Eisstadion in der Schweiz und setzt in energetischer Hinsicht neue Massstäbe. Die Abwärme wird in einem Wärmeverbund weiterverwendet, womit ein grosser Anteil an Energie eingespart werden kann. Im Weiteren ist auf dem Dach des Stadions ein von den Wasserwerken Zug (WWZ) betriebenes Solarkraftwerk installiert. Knapp 2050 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von fast 3000 Quadratmetern produzieren jährlich rund 200?000 kWh Solarstrom.

Stadtplatz und Skylounge
Zug-West erhält mit dem neuen Stadion notabene einen neuen, grossen öffentlichen Platz von 75 mal 90 Metern. Er wird Ende 2011 fertiggestellt. Im Dachgeschoss (18. Obergeschoss) des im Bau befindlichen Hochhauses Uptown wird ein Restaurant (Skylounge) auf einer Fläche von 200 Quadratmetern realisiert. Damit entsteht an attraktiver Lage ein neuer, öffentlicher Aussichtspunkt mit Rundumsicht auf Stadt, See und Berge.

pd/rem