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EISHOCKEY: EVZ Academy: Jubel vor fast leeren Rängen

Das Swiss-League-Team der EVZ Academy gastiert heute wieder in Sursee. Auch gegen attraktive Gegner kommen praktisch keine Fans in die Halle. Wie steht es um die Zukunft des Aussenstandorts?
Auch in Zug verlieren sich wenige Zuschauer bei Academy-Matches (hier freut sich Zugs Philip Rondahl über ein Tor in der Bossard-Arena). Im Schnitt sind es 209 – ligaweit der dritttiefste Wert. (Bild: Patrick Hürlimann (15. Oktober 2017))

Auch in Zug verlieren sich wenige Zuschauer bei Academy-Matches (hier freut sich Zugs Philip Rondahl über ein Tor in der Bossard-Arena). Im Schnitt sind es 209 – ligaweit der dritttiefste Wert. (Bild: Patrick Hürlimann (15. Oktober 2017))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

Das Team der EVZ Academy steht nach der Gründung in seiner zweiten Saison in der zweithöchsten Liga. Nebst Standorten in Zug (Academy Arena und Bossard-Arena) trägt das Swiss-League-Team auch jeweils vier «Heimspiele» in Sursee aus. Der EVZ suchte, um sein neu geschaffenes Team in der Zentralschweiz noch besser zu vermarkten und bekannter zu machen, nach Standorten ausserhalb von Zug. Doch die Academy-Matches weckten bisher wenig Inter­esse. Im Duell mit La Chaux-de-Fonds kamen 77 Fans, gegen Visp 88 Zuschauer. Selbst das Fanionteam vom EHC Sursee zieht bei seinen 2.-Liga-Heimspielen mehr Personen an.

Wie ist die Meinung von Achilles Zust (56) dazu, der für die Organisation der EVZ-Spiele in Sursee zuständig ist? «Wir haben uns auch mehr Fans erhofft, denn man sieht ja nicht jedes Wochenende Eishockey auf dieser Stufe, notabene bekommt man attraktive Gegner vor der Haustür zu sehen. Das ist für den EVZ, aber auch für uns vom EHC Sursee sicher frustrierend.» Der Aufwand, welcher der EHC Sursee im Vorfeld und am Spieltag betreibt, ist gross: «Wir stellen bis 30 Personen, wenn die Academy spielt.» Das grösste Problem sind gegnerische Fans, welche nach wie vor die Auswärtspartien gegen die Farmteams boykottieren. «Das ist so. Die Schaffung der Farmteams stiess aufgrund wenig sportlicher Attraktivität nicht überall auf Freude. Doch sie nehmen in Sachen Ausbildung eine wichtige Aufgabe für das Schweizer-Eishockey wahr. Das muss man sich bewusst sein. Mit einer Liga mit lauter Topteams kann das Eishockey auf die Dauer nicht überleben», ist Zust überzeugt.

Er ist froh über die Spiele der Academy in Sursee. «Für uns war das natürlich eine super Sache, als wir von den Zugern angefragt wurden. Für uns vom EHC Sursee war das eine grosse Chance, das Eishockey in unserer Region mit Eishockey auf diesem Niveau noch ­attraktiver zu machen.»

Der EVZ hält sich bedeckt

Lars Weibel (43), Leiter «The Hockey Academy» im EVZ, windet den Organisatoren am Aussenstandort ein Kränzchen: «In puncto Infrastruktur, Betreuung und Organisation sind wir äusserst zufrieden mit dem EHC Sursee. Das Organisationskomitee unter Achilles Zust macht einen seht guten Job. Sie leben diese Partnerschaft, das spürt man.»

Dennoch: Die Zukunft des Standorts Sursee sei offen. Weibel: «Wir haben uns natürlich auch mehr Interesse in Sursee erhofft. Aufgrund der getätigten Anfangsinvestitionen wegen der Vorschriften des Eishockeyverbandes haben wir uns entschieden, vorerst einmal zwei Saisons in Sursee zu spielen.» Ende Saison werde die Situation analysiert. Achilles Zust sagt: «Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir auch in Zukunft Gastgeber der EVZ Academy sein könnten. Vielleicht benötigt es einfach noch etwas mehr Zeit, bis alles fruchtet.»

Sursee und Eishockey – diese Begriffe passen eigentlich zusammen: Das zeigt das jüngste Beispiel. Ende November, beim 2.-Liga-Derby zwischen Sursee und Luzern, kamen gegen 300 Fans in die Eishalle. «Sursee ist eishockeyinteressiert, die Sportart ist nach der Promotion des Fanionteams am Aufblühen», rührt Zust die Werbetrommel für den Standort.

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