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EISHOCKEY: Tränengas und Gummischrot nach EVZ-Auswärtsspiel in Langnau

Wüste Szenen nach dem EVZ-Auswärtsspiel in Langnau im Emmental: Anhänger beider Mannschaften gingen aufeinander los. Die Polizei musste diese mit Tränengas und Gummischrot auseinandertreiben - und wurde mit Wurfgegenständen und Feuerwerkskörpern angegriffen.
Gewusel vor dem EVZ-Tor in der Langnauer Ilfishalle: Langnaus Eero Elo, rechts, kämpft um den Puck gegen Zugs Santeri Alatalo, links, und Goalie Sandro Aeschlimann, Mitte. (Bild: Marcel Bieri, Keystone (Langnau i. E., 23. Dezember 2017))

Gewusel vor dem EVZ-Tor in der Langnauer Ilfishalle: Langnaus Eero Elo, rechts, kämpft um den Puck gegen Zugs Santeri Alatalo, links, und Goalie Sandro Aeschlimann, Mitte. (Bild: Marcel Bieri, Keystone (Langnau i. E., 23. Dezember 2017))

Das Spiel zwischen den SCL Tigers und dem EVZ hatte am Samstagabend mit einem klaren Sieg für die Gäste geendet. Die Langnauer verloren mit 1 zu 4. Nach dem Spiel kam es zu Zusammenstössen zwischen gewalttätigen Fangruppen beider Mannschaften.

Auch vor Polizisten machten die aufgebrachten Fans nicht halt: Beim Versuch, die beiden Gruppen zu trennen, hätten Fans des EVZ die Einsatzkräfte «mit diversen Wurfgegenständen und Feuerwerkskörpern angegriffen», schrieb die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung.

Darauf verwendete die Polizei «kurzzeitig» Reizstoff und Gummischrot. Es gelang ihr schliesslich, die Fangruppen zu trennen. Die erhitzten Gäste aus Zug wurden zum Bahnhof geleitet. Verletzt wurde «nach aktuellem Kenntnisstand» der Polizei niemand.

Vorausgegangen waren den Schlägereien und Zusammenstössen «verbale Provokationen» auf beiden Seiten - vor und nach dem Match. Weiter gab es bereits vor Spielbeginn einen unbewilligten Umzug einer EVZ-Fangruppe, bei dem laut Polizei schon mehrere Pyros gezündet worden waren.

Wegen dieses Umzugs und wegen der Ausschreitungen nach den Spiel musste die Polizei Strassen in Langnau kurzzeitig sperren und den Verkehr umleiten. Betroffen war auch die Hauptstrasse von Bern nach Luzern.

Mehrere Dutzend Anhänger und Anhängerinnen der beiden Eishockey-Mannschaften hatten sich an den Aufmärschen der Fangruppen beteiligt, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Bern auf Anfrage. Es müsse nun ermittelt werden, wer an den Zusammenstössen beteiligt gewesen sei und strafbare Handlungen begangen habe.

sda/bac

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