EISSTADION-ABSTIMMUNG: Herti: «Der letzte Zug fährt bald ab»

Der Chef der Eishockey-National League Denis L. Vaucher zieht bei der Stadion-Infrastruktur die Schraube an. Für das Hertistadion hat er nur eine Lösung.

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Visualisierung des geplanten Stadions. (Bild PD)

Visualisierung des geplanten Stadions. (Bild PD)

Denis L. Vaucher, der Geschäftsführer der National League, die für den Spielbetrieb im Profi-Eishockey verantwortlich ist, hat seit seinem Amtsantritt im vergangenen Mai viele Eishockeystadien besucht. Eine Erkenntnis seiner Tour d'Europe: «Die Zeit, in der der Staat Stadien alleine finanziert, ist vorbei.»

Ein Projekt – zwei Nutzungen
Beim Zuger Stadionprojekt, welches am 24. Februar zur Abstimmung kommt, hat man deshalb von dieser Vorstellung Abschied genommen.
Die Stadt Zug plant den Stadionneubau mitsamt Ausseneisfeld im Schlepptau mit 170 neuen Wohnungen, die ein privater Investor baut. Für Fredy Egli, den Präsidenten des Schweizerischen Eishockeyverbandes, ist diese Verknüpfung, die so genannte Mantelnutzung, auch hierzulande der einzig gangbare Weg für eine zeitgemässe Infrastruktur: «Heute lässt sich niemand mehr finden, der sich ein Denkmal erstellt und dafür keine Rendite erhalten will.»

Für die National League zählen bald nicht mehr nur wirtschaftliche und sportliche Kriterien für die Erteilung der Spiellizenz in den obersten Ligen. Denis L. Vaucher redet Klartext: «Wir arbeiten jetzt einen Mindestanforderungskatalog aus. Und punkto Sicherheit müssen wir hart sein.» Neu wird es auch für Komfort wertvolle Punkte geben, und da schneidet das Hertistadion wie bei der Sicherheit nicht gut ab.

Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung