Elektronische Urkunden
Der Kanton Zug gehört hier zu den Letzten

Urkundspersonen sollen öffentliche Urkunden und Beglaubigungen elektronisch ausfertigen können. Drei Kantonsparlamentarier möchten, dass dies im Beurkundungsgesetz möglich gemacht wird.

Harry Ziegler
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Die CVP-Kantonsrätin Laura Dittli (Oberägeri) sowie ihre beiden Fraktionskollegen Kurt Balmer (Risch) und Michel Felber (Zug) sind Juristen. Sie ersuchen den Regierungsrat in einem Postulat um Schaffung einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage oder Anpassung der geltenden Grundlage, «damit Zuger Urkundspersonen ermächtigt werden, elektronische Ausfertigungen von öffentlichen Urkunden und Beglaubigungen (...) auch tatsächlich zu erstellen».

Die Postulanten sind der Auffassung, dass die Zuger Urkundspersonen öffentliche Urkunden und Beglaubigungen elektronisch ausfertigen können sollten – wie dies in anderen Kantonen der Fall sei. Die Nachteile für die Zuger Urkundspersonen würden sich ohne die Möglichkeit der elektronischen Ausfertigung «auch vor dem Hintergrund der seit anfangs Jahr in Kraft getretenen Teilrevision des Aktienrechts» weiter verstärken. Zudem habe die Pandemie-Situationen aufgezeigt, dass die Verwendung technischer Hilfsmittel wünschenswert wäre, unter anderem, um persönliche Kontakte zu minimieren.

Möglich wäre die neue Form der Beurkundung allerdings nur, wenn die Urkundspersonen ins elektronisch geführte eidgenössische Register der Urkundspersonen eingetragen sind. Der Kanton Zug hat dieses vom Bundesamt für Justiz geführte Register allerdings laut Postulanten noch nicht eingeführt.