Emails bei Ferien-Abwesenheit nicht weiterleiten

Der Zuger Datenschutzbeauftragte hat sich 2011 unter anderem mit eingehenden E-Mails bei Ferienabwesenheit, Autohändler und dem Wahlgeheimnis beschäftigt. Hingegen sei er nicht zuständig bei Anfragen zu Datenbearbeitung durch Privatpersonen und Firmen.

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Der Zuger Datenschützer René Huber. (Bild: Archiv Werner Schelbert)

Der Zuger Datenschützer René Huber. (Bild: Archiv Werner Schelbert)

Für solche Anfragen wie etwa Videoüberwachungen in Geschäften, Löschung von Daten auf Webseiten Privater und Adressbekanntgabe durch Vereine müsse man sich an den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten wenden.

Der Zuger Datenschützer René Huber. (Bild: Archiv Werner Schelbert)

Der Zuger Datenschützer René Huber. (Bild: Archiv Werner Schelbert)

Dauerbrenner E-Mail

Der Zuger Datenschutzbeauftragte René Huber kümmert sich um die Datenbearbeitung der kantonalen und kommunalen Zuger Verwaltung. Ein Dauerbrenner seien der Umgang mit eingehenden E-Mails bei Ferienabwesenheit, heisst es im am Mittwoch veröffentlichten Tätigkeitsbericht 2011. Der Datenschutzbeauftragte hält dabei fest, dass eingehende Mails nicht automatisch weitergeleitet werden dürfen, weder an ein eigenes verwaltungsexternes Konto noch an die Stellvertretung oder an Sekretariate.

Gegen 1500 Datensammlungen

Mehrere Privatpersonen hatten sich zudem über persönliche Werbung eines Autohändlers beschwert. In der Werbung stand, dass das Fahrzeug seit acht Jahren im Verkehr war. Die Privatpersonen gingen davon aus, dass diese Information vom Strassenverkehrsamt kam. Der Datenschutzbeauftragte konnte sie aber beruhigen: Die Inverkehrsetzung werde nicht bekannt gegeben. Weiter beschäftigte sich der Datenschutzbeauftragte mit dem Wahlgeheimnis. Das Schweizer Fernsehen hatte zu einer Abstimmung das Abstimmungsverhalten von Frauen und Männern präsentiert. Eine Privatperson wollte wissen, wie das SF zu diesen Informationen kam. Gemäss Bericht beauftragt das SF Meinungsforschungsinstitute. Im Kanton Zug sei das Wahl- und Abstimmungsgeheimnis vollumfänglich gewährleistet.

Der Tätigkeitsbericht 2011 stellt weitere Fälle aus der Praxis vor. Im Kanton Zug liegen bereits gegen 1500 Datensammlungen von staatlichen Stellen vor. Das Register ist auf der Website des Datenschutzbeauftragten (www.datenschutz-zug.ch) abrufbar.

sda