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Employability ist das Wort der Stunde

Die Wirtschaftskammer Zug fördert den Wiedereinstieg und Arbeitsfähigkeit von über 40-Jährigen mit Webinar.

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Das Webinar der Zuger Wirtschaftskammer.

Das Webinar der Zuger Wirtschaftskammer.

Bild: PD

Lebenslanges Lernen – Potenziale nutzen: Zu diesem Thema lud die Zuger Wirtschaftskammer im Rahmen ihres Impulsprogramms «Change als Chance» zu einem Webinar. Es zeigte sich: Von Laufbahnchecks für Berufsleute oder Returnship-Programmen für Wiedereinsteigerinnen profitieren sowohl Arbeitnehmende wie Unternehmen.

Employability lautet das Ziel der Kampagne «Alter hat Potenzial», die vor vier Jahren vom Kanton Zug lanciert worden war. «Wir stellten fest, dass es Massnahmen zur Unterstützung älterer Personen braucht, um deren Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten», blickte der Projektleiter Urs Brütsch, Leiter des kantonalen Amts für Berufsberatung (BIZ), zurück. Seine Arbeitsgruppe entwickelte einen Laufbahncheck für Berufsleute über 40. Personen, die laut Brütsch «nach der Lehre ohne Weiterbildungen zufrieden in ihrem Beruf gearbeitet haben».

Praxistauglichkeit geprüft von der V-Zug

Nach ersten Tests beim BIZ wurde der Laufbahncheck dank einer Kooperation mit der V-Zug auf seine Praxistauglichkeit geprüft. «Employability ist Teil der HR-Strategie und ein Schwerpunkt im Gesundheitsmanagement der V-Zug», betonte dessen Leiter Fabian Britschgi. Er vermittelte dem virtuellen Publikum Einblicke in den Verlauf des Pilotprojekts, das die V-Zug an verschiedenen Standorten mit Berufsleuten zum Beispiel Servicetechnikern oder Disponentinnen durchführte. Diese verfassten einen Lebenslauf, füllten einen Online-Fragebogen aus und wurden zu einem Beratungsgespräch mit einer Fachperson des BIZ geladen. Analysiert wurden das Vorgehen und die Unterlagen im Januar 2020 durch die Universität Bern. Deren Fazit: «Der Laufbahncheck eignet sich dazu, die Arbeitsmarktfähigkeit festzustellen.»

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Der Zuger Laufbahncheck wurde mittlerweile in ein Gesamtpaket eingebunden, das im Januar 2021 in elf Kantonen ausgerollt wird. Dieses dient dazu, die vom Bund geförderte, kostenlose ü40-Laufbahnberatung – ViaMia – durchzuführen. Es dürfte laut Brütsch ab Anfang 2022 in der ganzen Schweiz angewandt werden.

Wiedereinstieg für Männer und Frauen über 40

«Wiedereinsteigerinnen bergen ein grosses Arbeitspotenzial, das nicht ausgeschöpft wird.» Anina Hille, Dozentin am IFZ der Hochschule Luzern, stellte ein Projekt vor, das Frauen – und Männern – den Wiedereinstieg nach einem Karriereunterbruch erleichtert. «CRN – Companies and Returnship Network» nennt sich der Verein, der Unternehmen den Zugang zu Wiedereinsteigenden ermöglicht und diesen eine Netzwerk-Plattform bietet. Bereits zum sechsten Mal führt die Credit Suisse das Returnship-Programm Real Returns durch – und dies sehr erfolgreich, wie die Projektverantwortliche Rebecca Schraner feststellte. «Von 2015 bis 2019 nahmen 108 Frauen und 12 Männer teil, von denen 86 Prozent einen Arbeitsvertrag erhielten und 67 Prozent noch immer bei der CS tätig sind.»

Das Returnship-Programm der Credit Suisse.

Das Returnship-Programm der Credit Suisse.

Bild: PD

Im laufenden Jahr absolvieren 25 Personen das vierteilige Programm. Durch Real Return erhält das Unternehmen Zugang zu einem riesigen Talent-Pool», so Schraner, «die Arbeitnehmenden erhalten Trainings sowie ein Mentoring-Programm, und sie treffen auf ein Arbeitsumfeld, das ihren Fähigkeiten entspricht». Dies bestätigte die Anwältin Karin Tandeter, die nach fünfjähriger Familienpause das Wiedereinstiegsprogramm bei der CS absolvierte.

Für die Zuger Wirtschaftskammer: Therese Marty