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ENERGIE: Zuger Kantonsrat will Schiefergas-Fracking verbieten

Der Boden unter dem Kanton Zug erhält ein eigenes Gesetz: Der Kantonsrat hat am Donnerstag das Gesetz über den Untergrund in erster Lesung beraten. Darin wird geregelt, was im Zuger Boden an Energie-Projekten erlaubt ist und was nicht. Schiefergas-Fracking wird voraussichtlich verboten.
Beim Fracking wird Gas aus Schiefergestein gelöst (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Beim Fracking wird Gas aus Schiefergestein gelöst (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Beim Schiefergas-Fracking wird mit Hochdruck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepumpt, so dass das Gestein bricht und darin eingelagertes Gas an die Oberläche befördert werden kann. Die Methode ist umstritten, weil sie im Verdacht steht, Erdbeben auszulösen und das Grundwasser zu verschmutzen.

Der Zuger Kantonsrat will lieber kein Risiko eingehen. Er entschied mit 51 zu 19 Stimmen, Schiefergas-Fracking im Zuger Untergrund zu verbieten. Definitiv ist dies allerdings noch nicht. Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt. Das Fracking-Verbot dürfte allerdings nicht mehr umgestossen werden.

Geothermie bleibt möglich

Möglich bleiben gemäss neuem Gesetz aber Geothermie-Projekte - die ebenfalls nicht unumstritten sind. Bohrungen in Basel und St.Gallen lösten Erdbeben aus und mussten abgebrochen werden.

Dem Zuger Parlament war es deshalb wichtig, dass der Kanton immer die abschliessende Kontrolle über alle Projekte hat. Werden Bohrpläne konkret, braucht es einen Eintrag im Richtplan, der vom Kantonsrat abgesegnet werden muss.

Zudem müssen Investoren eine Versicherung vorweisen, welche allfällige Schäden an Gebäuden und Infrastruktur übernimmt.

SVP befürchtet Erdbeben

Kein Gesetz für den Zuger Boden wollte einzig die SVP, da sie alle Energie-Gewinnungsmethoden im Untergrund ablehnt. "Es besteht immer die Gefahr, dass ein Erdbeben ausgelöst wird", sagte Markus Hürlimann. Geothermie habe nach den abgebrochenen Projekten ohnehin Glanz eingebüsst. Der Hype sei vorbei.

Zahlreiche andere Kantone haben bereits ein Gesetz erlassen, das den Untergrund regelt. Andere sind wie Zug an der Ausarbeitung. (sda)

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