ENERGIEFÖRDERUNG: Beiträge finden reissenden Absatz

Eine Welle von Investitionen erfasst den Gebäudebestand im Kanton Zug. Wer seine Energiekosten absichern will, saniert sein Gebäude mit Beiträgen von Bund und Kanton.

Merken
Drucken
Teilen
Ein Heizungsmonteur fixiert eine Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus. (Themenbild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Ein Heizungsmonteur fixiert eine Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus. (Themenbild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Davon haben hier viele schon Gebrauch gemacht: Mehr als 100 Gesuche sind bei der kantonalen Energiefachstelle eingetroffen. Die meisten seien bereits beantwortet, teilt diese mit.

97 Gesuche haben bisher Wärmepumpen oder Sonnenkollektoranlagen betroffen, 9 Zusatzbeiträge für die Gebäudehülle und 7 die Erneuerung von steuerungstechnischen Einrichtungen in Gebäuden. Nur 1 Gesuch betraf elektrotechnische Einrichtungen in einem Industriebetrieb.

Baudirektion prüft Aufstockung
Die Hochrechnung der Energiefachstelle geht davon aus, dass im ersten Jahr des Rahmenkredits über vier Jahre bereits rund 1,4 Millionen Franken an Fördergeldern vergeben werden. Der Kantonsrat hat im Oktober 2009 die Möglichkeit geschaffen, mit kantonalen Zusatzbeiträgen die Erneuerung der Gebäudehülle als Ganzes zu fördern, aber auch einzelne technische Einrichtungen als Nachrüstungen bei bestehenden Gebäuden zu unterstützen.

Aufgrund der grossen Nachfrage liege nun die Vermutung nahe, dass der Rahmenkredit «früher als erwartet ausgeschöpft sein wird», teilt die Baudirektion mit. Man prüfe daher eine Aufstockung, über die erneut der Kantonsrat befinden müsste.

In der Regel springen Beiträge um 10'000 Franken heraus; das Maximum liegt bei 80'000 Franken pro Gebäude. Der Bund fördert mit seinem Gebäudeprogramm eine teilweise Erneuerung der Gebäudehülle. Für neue Fenster schiesst er 70 Franken pro Quadratmeter zu, für Aussenwände und Dächer 40 Franken pro Quadratmeter, wenn die Isolationen den neuen technischen Anforderungen entsprechen.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.