ENERGIEVERSORGUNG: Der Kanton ist für ein neues Kernkraftwerk

Selbst wenn Zugs Regierung gegen Atomkraft wäre: Gegen die Pläne der Axpo könnte sie nichts ausrichten.

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Dampfschwaden aus dem Kühlturm des Kernkraftwerks Leibstadt im Kanton Aargau. (Symbildbild Keystone)

Dampfschwaden aus dem Kühlturm des Kernkraftwerks Leibstadt im Kanton Aargau. (Symbildbild Keystone)

Die Angst vor einer Stromlücke sitzt dem Zuger Regierungsrat im Nacken. Er unterstützt daher die Energiepolitik des Bundesrats und will auch der Axpo Holding AG bei ihren Plänen für ein neues Kernkraftwerk nicht in den Rücken fallen. Er könnte dies auch kaum: Der Kanton Zug hält nämlich nur 0,873 Prozent des Aktienkapitals.

«Mit diesem Aktienpaket will der Regierungsrat die Axpo nicht anhalten, ihre Vorarbeiten für ein neues Kraftwerk einzustellen», heisst es nun in der Antwort auf die Interpellation der alternativen Kantonsratsmitglieder Erwina Winiger (Cham) und Eric Frischknecht (Hünenberg). Diese hatten sich nach der Haltung des Regierungsrats zu den Axpo-Plänen erkundigt. Die Axpo will ein neues Kernkraftwerk bauen.

Zug will Axpo nicht behindern
Eine andere Prozentzahl beschäftigt den Regierungsrat nicht weniger: «Der Kanton Zug deckt seinen Strombedarf zum überwiegenden Teil aus Kernenergie.» 2006 seien es gut 77 Prozent Atomstrom gewesen, davon 60 Prozent aus der Schweiz und der Rest aus Frankreich. In der Schweiz seien es 40 Prozent Atomstrom, in Frankreich beispielsweise 78 Prozent, weltweit sind es 17 Prozent.

Die Zuger Regierung befindet sich also im Gleichschritt mit dem Bundesrat und seiner Vier-Säulen-Politik: Diese hat die Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien, den Bau neuer Grosskraftwerke und eine verstärkte Energieaussenpolitik zum Inhalt.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.