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ENNETSEE: Die SP erwacht zu neuem Leben

In Risch wurde kürzlich eine Ortssektion der Sozialdemokraten gegründet. Insbesondere auf dem Berg besteht aber nach wie vor Aufholbedarf.
Rahel Hug
Barbara Gysel, Präsidentin SP Kanton Zug: «Das ‹Dranbleiben› trägt Früchte.» (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 1. September 2015))

Barbara Gysel, Präsidentin SP Kanton Zug: «Das ‹Dranbleiben› trägt Früchte.» (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 1. September 2015))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Die Parteienlandschaft im Ennetsee ist um eine Sektion reicher: In Risch gibt es seit vergangenem Winter eine SP-Ortspartei. Dies, nachdem die frühere SP Risch-Rotkreuz vor mehreren Jahren aufgelöst wurde, weil die damals Engagierten keine Nachfolger fanden. Nun ist es gelungen, in der aufstrebenden Gemeinde eine Basis aufzubauen: Am 9. Februar wurde die SP Risch-Rotkreuz gegründet.

«Dank der Initiative von Franz Stappung, Co-Präsident der Sektion Cham, trafen sich im letzten Dezember SP-Mitglieder und Interessierte aus Risch-Rotkreuz zu einem ersten Austausch», schildert Irene König, Co-Präsidentin der neuen Ortspartei. Sie teilt sich die Leitung mit Biljana Lukic. Ihren Namen kennen viele Zuger wohl noch vom 5. Juni 2016: Sie hatte damals bei der Wahl für das Richteramt am Zuger Verwaltungsgericht für die Piratenpartei kandidiert.

Persönlicher Kontakt ist wichtig

Man sei sich schnell einig gewesen, dass es in der Gemeinde eine Sektion brauche und dass man diesen Schritt gemeinsam machen wolle, erklärt Irene König weiter. Aktuell sind laut der Co-Präsidentin elf Mitglieder gemeldet, eine Sympathisantin und zwei, die sich anmelden wollen. Das Altersspektrum reiche von 30 Jahren bis ins Pensionsalter – «eine schöne und bereichernde Durchmischung», wie König findet. Die Leitung der noch jungen Partei plant weitere Aktivitäten, um zusätzliche Mitglieder zu gewinnen. «Wir werden uns in der Öffentlichkeit zeigen, wie wir es schon mit einem Stand auf dem Dorfmärt gemacht haben», sagt König. Ausserdem werde man auch Social Media nutzen.

Die Sozialdemokraten sind nicht in allen elf Zuger Gemeinden vertreten. So gibt es in Oberägeri, Neuheim und Menzingen keine Sektionen. In Steinhausen ist die SP bereits seit längerem inaktiv. Warum ist es gerade in Risch gelungen, eine Basis zu gründen? Der persönliche Kontakt mit Interessentinnen und Interessenten sei hier sicher entscheidend, antwortet Irene König auf diese Frage. «Wenn jemand Interesse bekundet, muss man sich natürlich sofort treffen, das Gespräch suchen und sehen, welches die Anliegen sind.» Das brauche zwar Zeit, sei aber oftmals spannend und lustvoll.

In anderen Gemeinden laufen Gespräche

Barbara Gysel, Präsidentin der SP Kanton Zug, freut sich über den Zuwachs im Westen Zugs, sagte sie doch im Dezember 2015 gegenüber unserer Zeitung, dass ihre Partei in den Gemeinden «massiv» aufholen müsse. «Risch-Rotkreuz ist ein starkes Entwicklungsgebiet. Daher sind wir froh, dass wir direkt in der Gemeinde wieder SP-Vertretungen haben.» Hinter der Neugründung verstecke sich «viel Kleinarbeit», sagt Gysel. Jemand aus einer anderen Sektion habe sich viel Zeit genommen und wichtige Kontakte aufgebaut. «Das ‹Dranbleiben› trägt Früchte.»

Auf die Situation in den anderen Gemeinden, unter anderem in Steinhausen, angesprochen, sagt die Kantonalpräsidentin: «In Steinhausen laufen Gespräche, aber auch in einzelnen Berggemeinden.» Dort harze es noch, aber man bleibe dran. Sie sei optimistisch, fügt Gysel an: «Ich habe von den Involvierten im Ennetsee vernommen, dass sie die Aufbauphase der SP Risch-Rotkreuz als sehr interessant und toll erlebten. Das lässt sich vielleicht auch in den Berggemeinden wiederholen.»

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