Entscheid zur «Täubmatt» fällt im März

Am 11. März werden die Chamer an der Urne über die Zonenplanänderung «Täubmatt» entscheiden. Über diese Vorlage wurde bereits an der Gemeindeversammlung im vergangenen Dezember abgestimmt. Dennoch kommt es nun zur Urnenabstimmung.

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Die von der Gemeinde gekaufte Wiese neben dem Villette Park in Cham soll den Park erweitern, ist aber Landwirtschaftszone. (Bild: Stefan Kasier/Neue ZZ)

Die von der Gemeinde gekaufte Wiese neben dem Villette Park in Cham soll den Park erweitern, ist aber Landwirtschaftszone. (Bild: Stefan Kasier/Neue ZZ)

Bereits an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2011 wurde über diese Vorlage abgestimmt, wobei der Zonenplanänderung mit 193 Ja- zu 167-Nein Stimmen zugestimmt wurde. Weil jedoch nach der Abstimmung mehr als ein Drittel der anwesenden Stimmberechtigten einen Antrag auf Urnenabstimmung unterstützt haben, wird nun über diese Vorlage an der Urnenabstimmung vom 11. März 2012 nochmals abgestimmt.

Ziel der Umzonung ist die Erweiterung des Villetteparks. Intensive Diskussion, pro und contra prägten die Diskussion an der Gemeindeversammlung. Die Befürworter betonten, dass dies eine einmalige Gelegenheit sei, den Villettepark zu erweitern und den vielfältigen Landschaftsraum zu sichern und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Hauptargument der Gegner war der zu hohe Landpreis. Die Vorlage wurde mit 193 Ja- zu 167 Nein-Stimmen angenommen. In der Folge wurde ein Antrag auf Urnenabstimmung gestellt.

Gemäss § 66 des Gemeindegesetzes muss diesem Antrag stattgegeben werden, sofern unmittelbar nach der Abstimmung ein Drittel der Anwesenden eine Urnenabstimmung verlangt. Der Antrag auf Urnenabstimmung wurde mit rund 39% zu 56% angenommen. Somit wird am 11. März 2012 über die Teiländerung des Zonenplans (GS 1226) an der Urne abgestimmt.

Kaufpreis gesenkt

Im Januar 2012 hat sich die Eigentümerin Jacqueline Naville in Kenntnis der Diskussionen an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2011 entschlossen, der Einwohnergemeinde Cham entgegen zu kommen und den Kaufpreis um rund 10 Prozent auf neu 275 Franken pro Quadratmeter oder insgesamt gut 3,39 Millionen Franken zu reduzieren. Damit hat die Eigentümerin die entsprechenden Voten der Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung ernst genommen, die Möglichkeit des Landerwerbs durch die Einwohnergemeinde gefördert und auch der finanziellen Situation der Gemeinde Rechnung tragen.

pd/cin