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Entspannte Ferien für Vierbeiner

Haustiere, die nicht mit Frauchen verreisen, haben ebenfalls Ferien. Sie geniessen in einer Pension eine Auszeit.
Cornelia Bisch
Angela Roth (links) und Anna Auf der Maur vom TSV Zug kümmern sich liebevoll um ihre Gäste. (Bild: Stefan Kaiser, Allenwinden, 10. Juli 2019)

Angela Roth (links) und Anna Auf der Maur vom TSV Zug kümmern sich liebevoll um ihre Gäste. (Bild: Stefan Kaiser, Allenwinden, 10. Juli 2019)

Der Sommer ist hierzulande Hauptferien- und Reisezeit. Während Hunde ihre Herrchen oft begleiten und selbst bei langen Autofahrten andächtig still sitzen, haben Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen keine Freude an Luftveränderungen. Sie ziehen deshalb gerne vorübergehend in eine Pension, wie sie der Tierschutzverein (TSV) Zug in Allenwinden anbietet. «Wenn sie öfter kommen, fühlen sich die Tiere bei uns bald zu Hause», sagt Marlis Arnold, die sich seit zwölf Jahren um Ferientiere und sogenannte Findel- und Verzichtstiere kümmert. Dabei handelt es sich um frei lebende Tiere, die dem Tierschutzverein gebracht werden. «Ob sie ausgesetzt wurden oder aus welchem Grund sie wild leben, wissen wir meist nicht.»

Das fünfköpfige Team des Vereins nimmt sie auf, pflegt sie gesund und versucht, sie anschliessend zu vermitteln. «Von Mai bis Oktober haben wir rund 50 Prozent mehr Gäste», erzählt Arnold. In dieser Zeit nämlich werden junge Katzen geboren. Vor allem während der Sommerferien kommen auch Pensionstiere dazu, die in einem separaten Bereich gehalten werden. «Wir nehmen ausschliesslich einheimische Kleintiere wie Katzen, Nager und Vögel auf. Zudem betreiben wir eine Igelauffangstation.» Für Hunde führt der Tierschutzverein eine separate kleine Institution. Um verunfallte Wildtiere oder Enten, die an gefährlichen Orten brüten, kümmert sich Ivo Zürcher, der sein eigenes Tierheim in Sihlbrugg führt, für Notfälle aber abrufbereit ist.

Auch Findeltiere werden aufgenommen

«Es halten sich maximal fünf erwachsene Katzen in einem Raum auf, der mit Rückzugsorten, Katzenbäumen und Spielmöglichkeiten ausgestattet ist», erklärt Arnold. Auch Aussenbereiche stehen den Katzen zur Verfügung. Solange sie genügend Platz hätten, bestehe nicht die Gefahr von Streitereien, so Arnold. Futterneid jedoch komme schon mal vor. «Deshalb bekommt jedes Tier sein eigenes Futterschälchen. Wir passen auf, dass auch jedes dieses selbst leert.» Die Betreuerinnen nehmen sich auch Zeit für Schmuse- und Streicheleinheiten.

Für Bauernhofkatzen bietet der Tierschutzverein Kastrationen zu reduzierten Preisen an, was laut Arnold oft genutzt wird. «Die Landwirte dürfen uns auch trächtige Katzen bringen, die ihre Jungen dann bei uns zur Welt bringen können.» So seien die Kleinen schon an den Umgang mit Menschen gewöhnt und leichter vermittelbar.

Nager und Vögel werden teils in ihren eigenen oder in Gehegen des Tierheims untergebracht. «Diese halten wir je separat und immer so, wie sie es von zu Hause gewöhnt sind.» Fremde Nager und Vögel zu vermischen sei zu riskant. Es würde eventuell zu Konflikten führen.

Grillieren mit 30 Zaungästen

Ausschliesslich auf Hunde spezialisiert hat sich Adrian Blättler. Er betreibt die Hundepension VIPets in Morgarten und zwei Niederlassungen in Altendorf und Gossau. Blättler selbst lebt und arbeitet am Hauptsitz in Morgarten. «Manchmal, wenn wir draussen am Grillieren sind, schauen uns 30 Hunde zu», erzählt er lachend. Auf dem 3000 Quadratmeter grossen Gelände haben die Tiere jede Menge Auslauf. Im Haus gibt es drei Hunderäume, die wie Wohnzimmer eingerichtet sind, draussen stehen weitere drei zur Verfügung. «Zwinger gibt es bei uns nicht.» Maximal 38 Hunde können er und sein Team maximal betreuen. «VIPets» bietet auch Tagesbetreuung mit Bring- und Abholdienst an. «Das wird von Hundehaltern genutzt, die ganztags arbeiten», erzählt er. Auf Wunsch bietet er weitere Serviceleistungen wie Spaziergänge, Bäder, Besuche beim Hundecoiffeur oder Tierarzt an.

Blättler führt mit jedem Pensionsgast einen Probetag durch, bevor er ihn für einen längeren Ferienaufenthalt aufnimmt. «Wenn ein Hund schlecht erzogen ist und Artgenossen permanent stört, lehne ich ihn auch mal ab», betont er, hilft dem Besitzer aber auf Wunsch mit einem Verhaltenstraining weiter. Bei anhaltender Sommerhitze lässt Blättler seine Kostgänger im nahegelegenen Bach oder See baden. «Auch im Garten stehen Pools bereit. Oder wir legen den Tieren feuchte Tücher auf den Rücken.»

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