Enttäuschende Vorstellung von Zug 94 führte zum Nuller

Erstligist Zug 94 verliert in Bassecourt 0:2 nach einer enttäuschenden Leistung. Es fehlte die absolute Bereitschaft.

Michael Wyss
Drucken
Zug 94 (blau) lieferte keine überzeugende Leistung.

Zug 94 (blau) lieferte keine überzeugende Leistung.

Archivbild: Roger Zbinden (Zug, 26. September 2020)

«Es sind diejenigen Partien, die man nicht verlieren darf, wenn man weiterhin im gesicherten Mittelfeld verbleiben will. Bassecourt war ein Gegner aus dem hinteren Drittel, den es in Schach zu halten gilt. Doch das schafften wir nicht», zeigte sich Verteidiger Leotrim Nitaj nach der Partie sichtlich enttäuscht. Verständlich, denn die Niederlage war unnötig, notabene gegen keinen übermächtigen Gegner.

Zug 94 verlor bei Bassecourt nach einer durchzogenen Leistung 0:2. Für die Jurasser skorten vor 275 Fans Oumar Badji Coulibaly (14.; 1:0) und Charlie Mobili (84.; 2:0 Foulpenalty).

Unkonzentrierter Beginn

«Die erste Halbzeit war schlecht, es gibt nicht viel darüber zu diskutieren. Die haben wir komplett verschlafen. Ärgerlich, dass wir nicht 90 Minuten Fussball spielten. Nach dem Seitenwechsel hatten wir gute Phasen, den Gegner gepresst und offensiv auch Akzente gesetzt», so Nitaj weiter und stellte fest: «Aus diesem Spiel muss mindestens ein Zähler resultieren.»

Möglichkeiten zum Ausgleich

Chancen zu einem Punktgewinn oder gar einem Dreier wären wirklich vorhanden gewesen, wie Zugs Torhüter Mario Pastore in seiner Analyse bestätigte: «Die Niederlage schmerzt, weil wir unsere Tormöglichkeiten hatten, aber immer wieder scheiterten.»

Namentlich waren dies Gjelbrim Sadiku, Fabian Simic und Sylla Mamadou. «Doch wir machten einfach auch zu wenig für einen Punktgewinn, sprich gar möglichen Sieg. Die absolute Bereitschaft, Punkte hier auf dem schwer bespielbaren Rasen zu holen, fehlte. Bassecourt kam mit einem einfachen Kombinationsspiel zur Führung, weil wir in gewissen Momenten nicht präsent waren.»

Letztendlich war es eine Kopfsache, wie Pastore zu Protokoll gab. Ungenügend war auch die Leistung des Schiedsrichter-Trios, welche doch einige Male für Kopfschütteln sorgte mit ihren Entscheidungen, wie beim umstrittenen Penaltypfiff, welcher zum 2:0 führte. «Die Schiedsrichter zeigten keine gute Leistung, sie waren aber nicht schuldig an unserer Niederlage. Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen», so Pastore als fairer Verlierer. Trotz der dritten Niederlage im achten Spiel bleiben die Zuger auf dem fünften Rang mit 13 Punkten. Muttenz (4) und Goldau (3) liegen am Tabellenende, allerdings ist die Rangliste etwas unübersichtlich, da nicht alle Teams die gleiche Anzahl an Partien absolvierten.

Weiter geht es für Zug 94 am Sonntag (15:00 Uhr, Buechenwald) mit dem Cupspiel der 1. Qualifikationsrunde bei Gossau (1. Liga). Die Ostschweizer liegen in der 1. Liga Gruppe 3 auf dem dritten Rang und werden eine Knacknuss für die Zuger darstellen. «Wir müssen 90 Minuten fighten, dann können wir etwas holen. Es muss eine Reaktion kommen», so Nitaj. In der Meisterschaft geht es dann am 17. Oktober wieder weiter, wenn das drittplatzierte Baden nach Zug kommt.

Aktuelle Nachrichten