ENTWICKLUNGSHILFE: Er setzt der Armut Bambus entgegen

Man nehme einen billigen Rohstoff und einen findigen Zuger, der auf eigene Faust arbeitet: Dabei entsteht Hoffnung.

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Baut auf Bambus: Heinz Loosli. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Baut auf Bambus: Heinz Loosli. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Als Entwicklungshelfer für eine Schweizer Organisation reiste der Zuger vor drei Jahren in das zweitärmste Land Südamerikas. «Hingegangen bin ich, weil ich motiviert war», sagt Heinz Loosli. Gewissensbisse machten sich bemerkbar, als er zusah, wie Millionen Dollar nach Nicaragua flossen – «und es den Leuten nach ein paar Jahren noch schlechter ging».

Das hat Heinz Loosli dazu veranlasst, in Nicaragua ein Projekt für sozialen Wohnungsbau aufzubauen. Er hat eine Möglichkeit entwickelt, günstige Häuser aus Bambus zu bauen (siehe Visualisierung unten). «Das ist aber kein sozialromantisch verklärtes Projekt», stellt Loosli klar und belegt das mit Zahlen: Der Businessplan für «Nicabambu», so der Name, steht – mit einem Startkapital von 100'000 US-Dollar kann der Schweizer Impulsgeber mit einheimischen Partnern eine Produktion mit 45 Mitarbeitern aufbauen. Dies in einem Land, in dem rund 70 Prozent der Leute keiner Arbeit nachgehen. Nach vier bis fünf Jahren soll die Produktion selbsttragend sein.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.