Leserbrief

Entwurzelt und an den Rand gedrängt

«Das Swisshotel wird zum Wohnheim», Ausgabe vom 11. Januar

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Die Stiftung Eichholz ist seit Jahrzehnten eingebettet und verwurzelt im Eichholzquartier. Der Schulweg zwischen den beiden Schulhäusern führt unmittelbar an der Stiftung Eichholz vorbei und die gut 40 Bewohnerinnen und Bewohner gehen hier ein und aus und gehören zum Quartier wie alle andern. Es kommt auch immer wieder mal zu herzlichen Begegnungen. Die rege Teilnahme der Quartierbewohner am Sommerfest der Stiftung Eichholz zeugt alljährlich von dieser Verbundenheit.

Vor Jahren zeichnete sich ab, dass die Räumlichkeiten nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entsprechen. Im Internet habe ich bereits Pläne zum Neubauprojekt gesehen. Und nun diese Nachricht vom Wegzug in die Räume des Swisshotel. Was haben die Verantwortlichen wohl für Überlegungen gemacht? Ob das der geeignete Ort für diese Menschen ist? Praktisch keine Wohnung weit und breit, eine Ausfallstrasse unmittelbar daneben, kein Quartierleben. Auch das Naherholungsgebiet Choller kann das Quartierleben nicht ersetzen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Eichholz werden mit diesem Umzug meines Erachtens entwurzelt und an den Rand gedrängt, bekommen womöglich den «Choller.» Als langjähriger Nachbar der Stiftung Eichholz bin ich sehr enttäuscht, dass nicht eine Lösung im Eichholzquartier gefunden wurde. Ist das die Folge der Sparpolitik auf Kosten der sozial Schwächeren? Ich bin sehr gespannt auf die von der Stiftung Eichholz in Aussicht gestellte Kommunikation Mitte Februar.

Hubert Weber, Steinhausen