Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Dieser Murianer Förster arbeitet, als ob der Wald ihm gehört

Seit 30 Jahren führt Beat Bossert den Forstbetrieb Region Muri. Er wird Ende Jahr in Pension gehen.
Eddy Schambron
Von links: Forstwart Björn Hasler, Vizepräsidentin Milly Stöckli, Forstwart Marco Schriber, Betriebsleiter Beat Bossert, Oliver Eichenberger, sein Nachfolger, Sekretärin Vreni Nardo, Forstwartvorarbeiter Andy Budliger und Forstwart Josef Troxler. (Bild: Eddy Schambron)

Von links: Forstwart Björn Hasler, Vizepräsidentin Milly Stöckli, Forstwart Marco Schriber, Betriebsleiter Beat Bossert, Oliver Eichenberger, sein Nachfolger, Sekretärin Vreni Nardo, Forstwartvorarbeiter Andy Budliger und Forstwart Josef Troxler. (Bild: Eddy Schambron)

Beat Bossert schaut zum Forstbetrieb Region Muri, wie wenn es sein eigener wäre. Das sagte Muris Vizepräsidentin Milly Stöckli an einer kleinen Feier aus Anlass seines 30-Jahr-Arbeitsjubiläums. Der Betriebsleiter habe mit sich mehr als 30 Jahre mit Weitsichtigkeit und unternehmerischem Denken für den Forst eingesetzt.

Im Namen der angeschlossenen Gemeinden Muri, Aristau, Bünzen, Besenbüren und Boswil dankte sie Bossert für seine ausserordentliche Leistung und seine Loyalität gegenüber dem Forstbetrieb.

Drei Stürme und
 Borkenkäferprobleme

Seine Arbeit als Staatsförster im Revier Muri nahm Beat Bossert am 1. Juli 1989 auf. Zehn Jahre später kam die Ortsbürgergemeinde Aristau zum neuen Forstbetrieb, zwei Jahre später Bünzen und Besenbüren. Seit 2003 ist Boswil im Forstbetrieb Region Muri mit dabei.

«Die Realisierung von fünf Schnitzelheizungen mit einem Verbrauch von heute 8500 Kubikmeter ist ein wichtiges Standbein für den Betrieb und macht etwa einen Drittel des Umsatzes aus», führte Stöckli aus. Aber auch seinen Einsatz für zehn Lehrlinge, für den einzigen Forstgarten im Kanton und als Fachlehrer an der Berufsschule sowie bei unzähligen Waldumgängen erwähnte Stöckli mit grossem Lob. Schliesslich half er bei der Projektierung und Umsetzung des neuen Forstwerkhofes intensiv mit.

Bossert und sein Team blieben in alle den Jahren nicht vor grossen Herausforderungen verschont: Stürme Vivian 1990, Lothar 1999 und zuletzt Burglind sorgten für einen hohen Schadholzanfall, dazu kamen Borkenkäferprobleme und manchmal ein schwieriges Marktumfeld. «Beat Bossert hat sich unermüdlich für den Forst im Kanton Aargau eingesetzt.» Stöckli dankte auch seiner Gattin Margret, die ihm zur Seite stand.

Rückhalt in der Bevölkerung

«Ohne ein gutes Team geht es nicht», führte Bossert aus. Er habe das Glück gehabt, nicht nur auf langjährige Mitarbeiter zählen zu können, sondern auch auf eine kooperative Betriebskommission und unterstützende Behörden. Nicht zuletzt habe er stets einen schönen Rückhalt in der Bevölkerung gespürt. «Es war ein Privileg, diesen Wald während 30 Jahren prägen zu dürfen».

Er habe ein gutes Erbe angetreten und könne es Ende Jahr mit gutem Gewissen in neue Hände übergeben. Mit Oliver Eichenberger erhalte er einen sehr guten Nachfolger. Wenn er an den Sturm Lothar und seine Schäden zurückdenke und heute erfasse, was der Forst daraus gemacht habe, erfülle ihn das mit Freude. «Man sieht heute sehr schön, wo der Schweiss und das Geld hingegangen sind».

Sorgen macht Bossert der Klimawandel. «Er wird für den Forst neue Herausforderungen bringen», ist er überzeugt. Einschneidende Ereignisse in der Natur würden die forstliche Planung über den Haufen werfen. Die vergangenen heissen Tage – «und wir sind erst am Anfang der Sommerperiode» – würden sich beispielsweise bereits an den Waldrändern bemerkbar machen. «Es leuchten vermehrt braune Bäume aus dem Grün des Waldes heraus». Das zu sehen mache nicht glücklich.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.