Er entschuldigt sich für seinen Landsmann

Somalis schämen sich für die sexuellen Übergriffe eines Landsmanns auf Frauen im Bus. Und haben ihn daher mit einem Verbot belegt.

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Abdullahi Sheikh Abdirahman entschuldigt sich im Namen aller Zuger Somalis für das Verhalten des Betrunkenen. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Abdullahi Sheikh Abdirahman entschuldigt sich im Namen aller Zuger Somalis für das Verhalten des Betrunkenen. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

«Was dieser Mann getan hat, geht einfach nicht», sagt Abdullahi Sheikh Abdirahman. «Wir schämen uns für das, was passiert ist.» Der 23-jährige Somalier ist im Auftrag der 80 im Kanton Zug lebenden Somalis auf die Redaktion der «Neuen Zuger Zeitung» gekommen, um sich zu entschuldigen. Für das Verhalten jenes Landsmannes, der letzte Woche mehrere Frauen in einem Bus in Zug sexuell belästigt hatte. «Es tut uns wirklich leid», sagt Abdirahman. «Wir wollen auf keinen Fall, dass die Schweizer denken, alle Somalis seien so.» Auch in ihrer Kultur sei es tabu, Frauen zu belästigen.

Um herauszufinden, wer der Täter ist, fuhr eine Delegation Somalier in die Asylunterkunft nach Steinhausen. Den Wohnort des Landsmannes kannten sie aus der Zeitung. Sie fanden ihn. «Er sagte, er sei betrunken gewesen und könne sich an nichts erinnern», erklärt Abdirahman. Entschuldigt hätte er sich für sein Verhalten nicht. Auch gegenüber der Zuger Polizei war der junge Somalier nicht geständig. Er könne sich an die Tat nicht erinnern, erklärt Marcel Schlatter von den Zuger Strafverfolgungsbehörden.

Andrée Stössel

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