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Der Steinhauser Fussballer Dario Andermatt ist raus aus der Komfortzone

Der 17-jährige Dario Andermatt verliess im vergangenen Sommer seinen Stammverein, um beim Drittligisten SC Steinhausen anzuheuern. Es war ein Bauchentscheid, den er nicht bereut hat.
Martin Mühlebach
Für Dario Andermatt ist derzeit alles im grünen Bereich. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 27. September 2018))

Für Dario Andermatt ist derzeit alles im grünen Bereich. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 27. September 2018))

Dario Andermatt trug seit seinem 7. Lebensjahr ununterbrochen die Farben des FC Baar. Er hatte nie darüber nachgedacht, den Verein zu wechseln. Bis ihm sein Vater vor ein paar Monaten erzählte, dass Bruno Kamm, der Präsident des SC Steinhausen (SCS), an einem Übertritt interessiert sei. Der inzwischen 17-jährige defensive Mittelfeldspieler erzählt: «Da ich viele Steinhauser Spieler bereits kannte, sagte ich zu. Es war kein Entscheid gegen den FC Baar. Es war einfach ein Bauchentscheid, weil ich spürte, dass mir etwas Neues guttun könnte.»

Dario Andermatt betont, dass er seine Zeit beim FC Baar in guter Erinnerung behalte. Den bisherigen Höhepunkt seiner Fussballkarriere habe er als C-Junior erlebt, als er unter dem Trainerduo Hans-Peter und Pascal Wolf den IFV-Cupfinal bestreiten durfte. «Wir verloren zwar nach Penaltyschiessen mit 2:4, aber wir feierten, wie wenn wir gewonnen hätten.»

Da ihm das Gesellschaftliche wichtig sei, freue es ihn, dass er in Steinhausen auf Anhieb ins Teamgefüge integriert worden sei. Der Zusammenhalt in der aus vielen Jungen und einigen Routiniers zusammengesetzten Mannschaft sei einzigartig. «Nach jedem Training und nach jedem Spiel sitzen wir noch eine Weile zusammen und plaudern miteinander über Gott und die Welt.»

Der Kampf zeichnet ihn aus

Andermatt bezeichnet sich als kontaktfreudig. Er habe aber gerne Menschen um sich, mit denen man lachen könne. Leicht schmunzelnd sagt er: «Im Privatleben bin ich ein ruhiger Typ, aber auf dem Fussballplatz fällt es mir nicht leicht, die Ruhe zu bewahren. Wegen harter Fouls oder Reklamierens habe ich schon einige Gelbe Karten kassiert.»

Dass er hin und wieder verwarnt wird, überrascht nicht, denn Andermatt sagt: «Ich bin kein begnadeter Techniker, ich bin ein Fighter. Als defensiver Mittelfeldspieler muss ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln die Angriffsversuche des Gegners unterbinden und das Spiel nach vorne ankurbeln.»

Der im dritten Lehrjahr als Zeichner mit Fachrichtung Architektur stehende Berufsmaturand verrät, dass er seit vielen Jahren ein Fan des FC Bayern München ist. Da verwundert es nicht, dass er den bei den Bayern spielenden Tiago Alcantara als sein fussballerisches Vorbild bezeichnet. «Mir gefallen Alcantaras Spielübersicht und seine subtile Ballbehandlung. Und er ist sich nicht zu schade, Drecksarbeit zu übernehmen – genau wie ich», führt Andermatt mit einem verschmitzten Lächeln aus.

Kurz darauf erzählt er mit leuchtenden Augen: «Ich konnte schon zweimal ein Spiel des FC Bayern München live in dessen Stadion ansehen. Als Zwölfjähriger durfte ich nach dem Spiel auch noch ein Training meiner Lieblingsmannschaft verfolgen. Nach dem Training gelang es mir, ein Autogramm des damaligen Münchners Xherdan Shaqiri zu ergattern.»

Kürzlich Teil einer Grosskulisse

Am vergangenen Dienstag habe er zusammen mit einem Freund die Partie Bayern München – Augsburg in der mit 75 000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena angeschaut. «Das Spiel, das 1:1 unentschieden endete, war zwar nicht überragend, aber die tolle Stimmung, die im Stadion herrschte, war allein schon den Eintritt wert.»

Dario Andermatt sagt, dass er es schätzt, wenn man ihm offen und ehrlich die Meinung sagt. Und ebenso offen verrät er: «Ich habe Höhenangst. Wenn ich auf einer Baustelle auf ein Gerüst klettern muss, hüte ich mich peinlich davor, nach unten zu schauen.» Unmittelbar nach diesem Bekenntnis meint er: «Ich kann nicht gut Nein sagen, wenn jemand etwas von mir will. Meine Eltern müssen mich dann hin und wieder etwas bremsen, wenn ich zu viel um die Ohren habe.»

Dafür sei er Vater Frowin und Mutter Yvonne dankbar, mit denen er kurz vor seinem Lehrantritt vier Wochen in einem Camper durch die USA reisen durfte. «Die weiten Landschaften und die grossen Städte faszinierten mich und meine 16-jährige Schwester Vanessa. Ich bin froh, in einer gut funktionierenden Familie leben zu dürfen.»

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