Er klaute, er sprayte, er verwüstete

Vor dem Zuger Strafgericht musste sich ein 22-Jähriger Schweizer für über 100 begangene Delikte verantworten. Das Gericht verurteilte ihn zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe .

Drucken
Teilen

Der schmächtige junge Zuger zeigte sich am Montag von seiner besten Seite. Ohne Wenn und Aber war er reuig. Einige Delikte konnten nur dank seinem Geständnis geklärt werden, attestierte ihm selbst der Staatsanwalt. Allerdings liess sich der 22-Jährige von mehreren Urteilen des Jugendrichters nicht beeinflussen. Und delinquierte munter weiter. Selbst vier zwischenzeitliche Festnahmen änderten daran nichts. «Ich habe gekifft, gesoffen und danach ‹Scheisse gebaut›», sagte er zu den Gründen.

Über 100 Delikte gehen auf sein Konto. Allein bei Einbrüchen und Aufbrüchen entstanden Vermögensschäden von rund 100'000 Franken. Bei Sprayereien und Vandalenakten gab es für 47'000 Franken Schäden. Das Strafgericht verurteilte nun den Hilfsarbeiter zu 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon er einen Drittel in Halbgefangenschaft verbüssen muss. Dazu kam eine Busse von 600 Franken. Während der vierjährigen Probezeit der 16-monatigen Strafe erhält er eine Bewährungshilfe. Der Beschuldigte, der möglichst rasch seine Schulden tilgen will, erschien gestern mit Vater und Mutter zur Gerichtsverhandlung.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.