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Fussballer Thimo Laisa plant bewusst doppelspurig

Sein Trainer bezeichnet ihn als ausserordentliches Talent. Doch Thimo Laisa (16) vom Zweitligisten Cham II setzt nicht nur auf die Karte Fussball.
Martin Mühlebach
Thimo Laisa am Rande des Trainings mit den Chamer Reserven. (Bild: Werner Schelbert (12. September 2018))

Thimo Laisa am Rande des Trainings mit den Chamer Reserven. (Bild: Werner Schelbert (12. September 2018))

Thimo Laisa war erst 6 Jahre alt, als er im F-Junioren-Team des FC Baar spielte. Nach einer Teilnahme am GC-Kids-Camp lud ihn der Trainer Franco Litera, zusammen mit rund 100 anderen Knirpsen, zu einem Probetraining ein. Nach einer rigorosen Selektion wurden nur noch 20 Kinder zum Probetraining eingeladen, von denen Litera letztlich drei in die U8 der Zürcher Grasshoppers aufnahm.

Einer von ihnen war der in Baar wohnhafte Laisa. Er spielte bis zur U15 für GC, ehe er zu den Junioren seines Stammvereins FC Baar zurückkehrte. In der vergangenen Sommerpause hatte er die Qual der Wahl. Thimo Laisa schildert: «Mir wurde die Aufnahme ins 3.-Liga-Team in Baar angeboten. Ausserdem lud mich Pascal Nussbaumer, der Trainer der zweiten Chamer Mannschaft, zu einem Probetraining ein.» Die Chance, mit Cham eine Liga höher zu spielen, und das im Team herrschende «tolle Klima» haben den Ausschlag zu Gunsten der Ennetseer gegeben.

Infolge Ferienabwesenheit und dem damit verbundenen Trainingsrückstand verzögerte sich Laisas 2.-Liga-Debüt. In den letzten drei Partien gehörte der von Trainer Pascal Nussbaumer als «eines der grössten Innerschweizer Talente» bezeichnete offensive Mittelfeldspieler zur Startformation.

Vorbild Luka Modric

Der 16-Jährige verrät: «Mein fussballerisches Vorbild ist Luka Modric, der Regisseur des amtierenden Vize-Weltmeisters Kroatien und von Real Madrid. Mir imponiert, wie er sich mit seiner Spielweise und seiner subtilen Ballbehandlung ganz in den Dienst der Mannschaft stellt.» Laisa sagt, im Hinterkopf träume er davon, über Chams Fanionteam eine Karriere als Fussballprofi beim SC Kriens, beim FC Luzern oder den Grasshoppers zu starten. Ein Engagement in der deutschen Bundesliga bei Borussia Dortmund würde seinem Traum die Krone aufsetzen. «Ich weiss», sagt Thimo Laisa, «dass viele junge Fussballer von einer Profikarriere träumen, die dann doch nicht in Erfüllung geht.» Deshalb macht er derzeit eine kaufmännische Lehre bei den Zugerland Verkehrsbetrieben (ZVB) mit Berufsmatura. «Ich verschaffe mir dadurch sozusagen ein zweites Standbein, falls sich mein Fussballprofitraum in Luft auflösen sollte.»

Familie bietet Rückhalt

Den nötigen Rückhalt – in allen Lebenslagen – gebe ihm seine Familie. Wenn immer möglich, würden seine Eltern zuschauen, wenn er ein Spiel bestreite. Während sein Vater Filippo, der die A-Junioren des FC Baar trainiert, hin und wieder positiv gemeinte Kritik übe, lobe Mutter Gabi gelungene Aktionen. Thimo Laisa betont, dass er auch gut mit seinen 14-jährigen Zwillingsgeschwistern Nico und Sarah auskomme, die im FC Baar spielen. Als 11-Jähriger habe er vier Wochen mit der ganzen Familie durch die USA reisen dürfen. «Ich war tief beeindruckt von den grossen Städten, aber im Nachhinein hatte ich einfach nur Ferien gemacht. Um das Spektakel USA bewusst zu erleben, möchte ich dieses Land nochmals bereisen», sagt Thimo Laisa, der sich als ruhigen, zurückhaltenden Typen beschreibt. So richtig auftauen würde er erst, wenn er einem aufgestellten Menschen gegenüberstehe. Dann sei er schnell einmal bereit, sich in ein vertieftes Gespräch einzulassen. Frank und frei gesteht Thimo Laisa: «Ich muss noch lernen, besser mit Stresssituationen umzugehen. Ich arbeite in der Schule und in der Berufsausbildung gut strukturiert. Doch wenn dann etwas nicht so läuft, wie ich es gerne hätte, bin ich schnell einmal gereizt.»

Der sportbegeisterte Laisa bezeichnet den Fussball als sein liebstes Hobby. Aber er findet auch Freude und Spass am Tennis- und Basketballspielen sowie am Joggen.

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